Dennoch steigen die Verkäufe von Videokameras. Laut Consumer Electronics Market Index Germany (Cemix) wurden in diesem Bereich im vergangenen Jahr 772.000 Einheiten abgesetzt - 17% mehr als im vorigen Jahr. Dies ist vor allem auf die boomende Action-Cams für Athleten und Outdoor-Fans zurückzuführen. "Die Höhenflüge einer Produktgruppe sind immer begrenzt", sagt Joachim Sauer von der Fachzeitschrift "Videoaktiv".
Allerdings geht er davon aus, dass Action-Cams und Camcorder auch in einigen Jahren noch mit stabiler Figur abgesetzt werden. Wie in der Photographie wird die Einstiegsklasse beim Fotografieren derzeit von einem Smartphone durchdrungen. "Die Filmemacher sind im oberen Bereich bereits dabei, zum Camcorder zurück zu kehren, denn letztendlich ist das Handling um ein Mehrfaches besser.
"Jeder, der lediglich ein Bild einfangen will und auf den richtigen Fokus und die Zoomfunktion verzichtet, ist gut bedient", sagt Sauer. Mit digitalen Kameras konkurrieren nur System- und SLR-Kameras mit dem Camcorder. Mittlerweile ist dies aber auch mit relativ preiswerten Videokameras möglich. Verglichen mit Smart-Phones und Fotoapparaten zertifiziert die Stiftung Warentest die beste Bildaufnahme.
"Bei schlechtem Wetter sieht der Filmemacher kaum etwas, wenn die Sonne scheint", steht da. Vor dem Kauf einer Kamera sollten Sie sich über deren Einsatzmöglichkeiten im Klaren sein. Wenn Sie ein Athlet sind, der Off-Road, Skilaufen oder Mountainbiken möchte, finden Sie die perfekte Ausrüstung mit einer Actionkamera.
Jeder andere sollte einen Camcorder wählen. Achten Sie deshalb hier auf eine kürzestmögliche Brennweite", sagt "Videoaktiv"-Experte Sauer. Die Memory-Card hat sich als Speichermedium für Camcorder etabliert. Das Speichermedium von damals findet die Stiftung Warmentest auch auf Festplatte, DVD und Videokassette. Die Camcorder mit Ultra-HD-Auflösung sind etwa doppelt so teuer, zwischen 1000 und 1300 EUR.
Dies sei nicht nur für Inhaber eines UHD Fernsehers von Vorteil: Während der Post-Processing können Sie den Bildteil umdefinieren, verschieben oder vergrößern, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen. Auch der Computer sollte für das Anwendungsprogramm geeignet sein: "Die Video-Nachbearbeitung ist ein Stromfresser", sagt Sauer.