Im Gegensatz zum vorherigen X-Vario (als ein quasi lynchender Mob mit Taschenlampen, Heugabeln und Schlegeln auf Wetzlar marschierte) wurde er von der "Leica-Community" gut angenommen, da seine papierbasierten Leistungsdaten recht gut waren. Die einzige offene Fragestellung ist, wie sich das auf das "reale Leben" auswirken wird.
Dabei denke ich immer an die Leica M9, die im DxO Sensorranking eine absolute Untertagebewertung hatte. Also, was sagt so etwas über eine Cam? Doch ich habe es nicht gleich gekauft, ich habe nur gewartet, denn damals kondensierten die damaligen Nachrichten über eine neue Leica-Systemschutzkamera, die ich mir bereits ansah.
Mit dem Erscheinen des SL war jedoch deutlich, dass es für mich keine Option war, viel zu groß (nichts gegen den SL, aber ich bin schlichtweg in der richtigen Zielgruppe). Die andere war, dass ich zögerte, mich von der Fuji X100T (die ich immer noch für eine tolle Fotokamera halte) zu verabschieden, was die Q unnötig machen würde.
Ich erhielt von der Überwachungskamera DNG-Dateien, die meinem M140 in nichts nachstehen. Im Gegensatz dazu bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Q in der Zwischenzeit meine Kernkamera geworden ist, während ich die MC40 nur für gewisse Anlässe benutze. Zu Weihnachten gab es viele verschiedene Testmöglichkeiten, um die geringe Lichtleistung der Fotokamera zu überprüfen.
Während des Weihnachtsrittes unseres Reitclubs wurde ein Kraftsprung durchgeführt, die Kameras nagelten die Tiere in der Mitte des Fluges über das Obst. Der einfache Betrieb, die unmittelbare Verfügbarkeit von manuellen Steuerungen durch das ausgeklügelte Konzept und nicht zu vergessen die übertriebene Abbildungsqualität, die der Aufnehmer in Verbindung mit dem immer wieder gelieferten Glas geliefert hat.
Mit dem Frühjahr 2016 bemerkte ich schlagartig, dass es sich nicht mehr nur um eine "zweite Kamera" zur M140 handelte, sondern um eine nahezu gleichwertige, oft auch vorrangige. Ich war so zuversichtlich, dass ich den M-240 zu Hause gelassen habe, als im Januar die Lasersendung "Der Herman leuchtet" stattgefunden hat. Das kleine Fotoapparat hat " einen höllischen Job " geliefert, alles aus der Tasche, ohne Dreibein.
Die war tatsächlich die Schusswaffe für die Selbständigkeit der Q, von da an ließ ich den M 240 oft zu Hause, besonders bei Spaziergängen oder Fahrradtouren, im Sommer und im Familienbereich. Bereits zuvor hatte ich das Modell mit einer Linse (meist 28 oder 35 mm) oft ganz unkompliziert dabei, wenn ich keine Fototasche mit austauschbaren Objektiven hinzufügen wollte.
Bei den Ardèches war das für mich sehr praktisch, im Schwarm eines franz. Wochenmarkts ist eine kleine, helle und ziemlich unscheinbare Fotokamera (im Vergleich zu den DSLR's) sehr günstig, in der Stalaktithöhle Aven d'Orgnac konnte ich wieder über die Bildausgleichung bestaunen, bei der man mit einer 1/4-Sekunde noch rasiermesserscharfe Aufnahmen aus der Handfläche machen kann (zugegeben: Aufgrund meines Jobs habe ich auch leise Hände).
Ich habe mich so sehr an diese Sache Gewöhnung gewöhnen können, dass ich bei schlechten Lichtverhältnissen und ruhendem Objekt umgehend per Hand eine Expositionszeit von mindestens einer 1/15 oder 1/8 s auswähle. Es war eine Rezension auf der Website der Firma Preview veröffentlicht worden, deren Beurteilungskriterien äußerst fragwürdig waren und die die Kameras falsch gemacht hatten. Anschließend habe ich eine sehr emotionale "Aussage über den Leica Q" geschrieben, um die Situation für mich zu verbessern.
Trotzdem war mir bewusst, dass die Q nicht alles anboten, was ich bisher mit einer System-Kamera kannte. Auf den Zeichen- oder Bildeffekt der 50-er oder 35-er Jahre Summilux, oder auch des 75-er Jahres Äpfel-Summikron etc. zu verzichten, wäre undenkbar. ;-) Allein mit dem MS hatte ich schon immer schwer mit Linsen gejongliert, jetzt hatte ich nur noch beide Kameramodelle dabei und konnte in Bruchteilen einer Sekunde zwischen den Blenden stufenlos umstellen.
Auch ich wurde im Variété in die Funktion eines Videofilmers versetzt (nicht wirklich mein Ding), zumindest wurde mit der Leica Q viel Filmmaterial erstellt. Die Tatsache, dass es nicht den beruflichen Anforderungen entspricht, ist offensichtlich, aber die Funktionsweise ist durchdacht. Im ersten Halbjahr war die Bedeutung der Q in meinem Leben daher so fest verankert, dass ich mich schwer mit der Entscheidung konfrontiert sah, ob ich den MC40 vor meinen Sommerferien überhaupt dabei haben sollte.
Ich verstehe mich gut mit den Begrenzungen und gehe mit ihnen um. Häufig hatte ich in der Vergangnis die Mo oder M440 und ein oder zwei Wechselobjektive dabei (und das war schon eine Entlastung im Vergleich zu DSLR-Zeiten), aber ich merke, dass für meine Anforderungen und mein persönliches Gedächtnis die Möglichkeit von 28mm für mich ausreicht, den restlichen kann ich leicht weglassen.
Die von mir bevorzugte Einstellung für das Leica Q: Time Dial ist in der Regel auf automatische, kurze Gürtelzeit bei "A" auf 1/30 Sekunden beschränkt. Für völlig statische Motive von Hand bis zu 1/4 Sek., für bewegte Motive je nach Drehzahl 1/250, 1/500, 1/1000 Sek. etc. In der Photokina kam und ging es ohne die angekündigte Aufrüstung des Leica Q mit einer längeren Brenndauer, auf die viele noch lange nachdenken.
Dabei sind die Anforderungen an eine solche Fotokamera ebenso hoch wie die Erwartungen, dass die nÃ??chste VW-Modellgeneration flieÃ?en kann. Dennoch sage ich das nicht, um zu beweisen, wie viel klüger ich bin, sondern weil es der Trigger war, der mich an die Q denken ließ und mir bewusst wurde, dass ich vor genau einem Jahr damit angefangen hatte, sie auf dem Weihnachtsmarkt kennenzulernen.
So, wie die Situation jetzt ist, muss es ein riesiges Update geben, bevor ich die Sperre der Sperre durchführen kann. Doch natürlich wird Leica das eines Tages tun können. Es war einfach hier, ich habe mich von Hand auf die Gemeinde konzentriert.