Zusätzlich zu den bereits verfügbaren Stiftmodellen E-P1 ( "ab ca. 350 Euro") und E-P2 ("ab ca. 600 Euro") ist der E-PL1 nun auch in den Ablagen. Ab 450 EUR ist sie zwar teuerer als die alte E-P1, aber billiger als die aktuellen Wettbewerber wie Sony NEX-3, Samsung X10 oder G2.
Um so mehr freuen wir uns über das, was der neue Olympus zu bieten hat. Damit kommen wir zum folgenden Kritikpunkt: Wir haben Olympus oft für schlechte Speisekarten beanstandet, und das müssen wir hier noch einmal tun. Im Vergleich zu dem, was andere Hobbykameras zu bieten haben, ist es eine Belastung - das muss man so scharf aussprechen.
Olympus soll sich die Kritiken endlich zu Eigen machen und die Menünavigation inklusive der Namen durcharbeiten. Darüber hinaus bietet der Olympus viele verschiedene Bildformate und Effekte, einen Panorama-Assistenten, die Aufnahmemöglichkeit von Belichtungsserien, verschiedene Belichtungsmessmethoden und kann auf Anfrage auch Bilder im RAW-Format speichern.
Es gibt keinen Standardsucher, jedoch kann der optional erhältliche Elektronensucher VF-2 an den Zusatzschuh angeschlossen werden - zusätzlich zu einem System-Blitz (ca. 200 Euro), der seine sehr gute Leistung bereits bei den Schwester-Modellen bewiesen hat. Zwar gibt es nicht so viel über die Qualität des Bildes zu klagen, aber die Ausrüstung und die Schnelligkeit des PEN E-PL1 sind nicht gerade mitreißend, so dass er hier nur eine zufriedenstellende Bewertung erlangt.
Wenn der PL1 in den letzten beiden Gebieten etwas mehr zu bieten gehabt hätte, wäre eine Position weit vorn in der Liste der Besten möglich gewesen. Der PEN E-PL1 ist für Smart Spender geeignet, die einige Defizite in Kauf genommen haben. Wenige Euros teuerer als die Olympus ist die neue Einsteigerkamera NEX-3 von Sony.
Das Sony ist sogar etwas praktischer als das Olympus und wird im besten Falle zusammen mit dem 16mm Festbrennweitenobjektiv für etwas weniger als 500 EUR angeboten.