Größtes besonderes Merkmal der X-Pro-Serie ist nach wie vor der optisch-elektronische Hybrid-Sucher. Die Sucheroptik ermöglicht eine unverfälschte Sicht auf das Objekt, hat aber auch einige Vorzüge. Auf diese Weise ist die Bildschärfe nicht unmittelbar sichtbar, außerdem ragen einige gebrauchte Objektive in den Bildsucher hinein. Durch die automatische Weiterschaltung der Vergrösserung ist der Bildsucher weiterhin für helle Teleobjektive geeignet.
Durch die Hybridtechnik können dem optischen Sucherbildformat elektrische Displays überlagert werden. Zusätzlich wird in einem beleuchteten Rahmen der ungefähre Bildabschnitt und die Kameraeinstellungen unten angezeigt. Wenn Sie auf den digitalen Bildsucher umschalten, gibt es eine verbesserte und problemlose Voransicht des aktuellen Bildausschnitts, und Sie können nun einen Weißabgleich und eine Vorhersage der Schärfe sehen.
Abhängig von der jeweiligen Umgebungsbedingung kann das Bild des elektronischen Suchers heller bzw. dunkler sein als das Original. So leuchtet z. B. bei starker Sonneneinstrahlung der Elektronensucher nicht so stark wie der des optischen Suchers, aber der Elektronensucher ermöglicht eine verbesserte Restverstärkung bei schlechten Lichtverhältnissen. Mit dem X-Pro2 werden auf jeden Fall beide Fancamps und auch diejenigen Photographen betreut, die manchmal den einen und manchmal den anderen Bildsucher vorziehen.
Die feine Auflösung des elektronischen Suchers beträgt 2,36 Mio. Pixel, und dank der Verwendung eines LC-Displays gibt es kein Flackern wie bei OLED-Suchern. Bei 85 Einzelbildern pro Sek. ist auch das Bild des elektronischen Suchers sehr reaktionsschnell. Bei einer 0,59-fachen Vergrösserung, die einem kleinen Bild entspricht, ist der elektrische Bildsucher nicht einer der grössten, aber ein Hommage an die Hybridtechnik.
Außerdem ist die Austrittspupille recht gering, so dass das Brillenträgerpaar den Bildsucher nicht vollständig sehen kann. Neben dem Zielsucher verfügt der X-Pro2 über einen 7,6 cm großen Heckschirm, der sehr kleine 1,6 Mio. Pixel auslöst. Außerdem kann mit dem Laufrad nicht zwischen ISO 15. 600 und ISO 15. 600 und ISO 15. 200 gewechselt werden, auch wenn dies sicher nur in Ausnahmefällen erforderlich sein wird.
Die X-Pro2 verfügt aber auch auf der Frontseite über ein anklickbares Verstellrad, das die Blendenöffnung für Objektive ohne Blendeinstellung einstellen kann und auch eine Feinjustierung der Aufnahmezeit ermöglicht. Wenn das Belichtungszeitrad auf "T" eingestellt ist, kann mit dem zweiten Laufrad auch der gesamte Belichtungszeitbereich gefahren werden und nicht nur der voreingestellte Messwert korrigiert werden.
Die Firma Füjifilm hat sich einen Steuerknüppel für die Auswahl des Autofokusfeldes ausgedacht. Darüber hinaus können einige Vorzugseinstellungen in einem von sieben Anwenderspeichern gespeichert werden. Der Li-Ionen Akku NP-W126, der wie gewohnt von außen nach außen aufgeladen wird, ist für die Firma FUJIFILMS nach dem CIPA-Standard nicht zu lange haltbar. Auch das Batteriefach auf der Unterseite der Kamera ist weit genug vom in der Lichtachse angebrachten Dreibeinstativgewinde entfernt, jedenfalls für kleine Auswechselplatten.
Besonders zu berücksichtigen ist Slot 1, da nur dieser Slot UHS-II kompatibel ist und somit eine Speicherrate von über 100 MBytes pro Sek. erzielt. Der X-Pro2 verfügt auf der Gegenseite über vier Interfaces. Die X-Pro2 verfügt als Retro-Kamera auch über einen echten Kabelauslöserfaden im Auslöseelement. Mit der X-Pro2 von Frujifilm haben Sie es wirklich nicht mit einer Automatikkamera für Fotografen zu tun.
Der X-Pro2 wendet sich eher an Photographen, die halb-automatisch oder handwerklich photographieren möchten und mit seiner Steuerung einlädt.
Einen HDR- oder Panoramaschutz gibt es beifuifilm nicht, aber z.B. viele Bracketing-Funktionen. Selbst wenn Sie es auf der X-Pro2 nicht sehen, ist diese spiegelfreie System-Kamera eine ausgezeichnete Leistung. Mehr als acht Serienaufnahmen pro Sekunde inklusive Autofokus-Tracking sind eine Selbstverständlichkeit, zumal der X-Pro2 diese Rate für 30 Rohaufnahmen oder gar mehr als 140 JPEG-Aufnahmen beibehält.
Für den Kartenschacht-1 ist eine SDXC UHS II-Speicherkarte erforderlich, aber selbst wenn der Puffer gefüllt ist, zeichnet der X-Pro2 6,4 JPGs oder 3,8 Bilder pro Sekunde von sich. Die Schreibgeschwindigkeit liegt damit bei über 100 Mbit/s. Mit einer Schreibgeschwindigkeit von bis zu 180 Megabyte pro Sekunde könnte die im Test eingesetzte Transscend Secure Datacard noch mehr leisten.
Die kürzeste Expositionszeit von 000 Sekunden steht der Höchstleistung in nichts nach. Auf Wunsch können Sie auch bis zu 1/32.000 Sekunden kurz aufbelichten, allerdings nur mit einem elektronischen Auslöser und je nach Thema mit erkennbaren Nebeneffekten wie dem Rolling-Shutter-Effekt (zeilenweise Aufnahme).