Aber auch mit Ihrem Handy können Sie an bestimmte Limits stoßen. Immer wieder wird nach diesem Film eine der Fragen gestellt: "Ist das mit einem Handy möglich? Aus der Ästhetik des Bildes: Nein. Hier sehen wir die Differenzen zwischen dem Handy und den Profikameras (DSLR, Systemkamera, Profikamera). Ich kann mit einer Wechselobjektivkamera die Einzelheiten auch bei unruhigem Untergrund " unscharf " machen.
Tiefenunschärfen sind mit dem Handy nahezu ausgeschlossen. Die erste Aufnahme wurde mit dem Sony PWX FS5 gemacht. Als nächstes wird mit dem I-Phone X und dem "normalen" Kameraobjektiv, dem Weitwinkelobjektiv, fotografiert. Bei der Bildbreite ist mehr im Vordergrund, was an der geringeren Objektivbrennweite liegt.
Der Film scheint viel ruheloser zu sein. Die dritte Abbildung wird mit dem Teleobjektiv des iPhone X gemacht. Hier bin ich mit der Fotokamera von Bea, meiner Interviewerin, weiter weg als vorhin. Bei der B-Roll habe ich aufgrund der geringen Schärfentiefe auch unterschiedliche Pegel im Bildfeld. Dies gibt mir mehr Tiefgang, und mit ein wenig Erfahrung kann ich die Schärfe auch zwischen den einzelnen Stufen einer Einstellung umstellen.
Die Schärfentiefe ist gering, der Fokusbereich ist gering, weiter vorn und weiter hinten verschwommen. Inwieweit dies möglich ist, hängt von der Kamerahardware, dem verwendeten Bildsensor und dem verwendeten Objekt ab. Die Sensorik auf dem Handy ist gering, das Glas ist fixiert. Soeben hatte ich mir meine Sony PWX FX 5 angeschafft und wollte die Canon Kameras mit Canon Objektiven testen, insbesondere die Canon 24-70er.
Ich hatte hier die f-Zahl 2.0. Smart-Phones haben ein kleines Objektiv und einen kleinen Aufnehmer. Bei schlechten Lichtverhältnissen wird das Motiv zusätzlich erhellt. Dann ist es nicht mehr wirklich dunkel, sondern erscheint pixelig und rostig. Das Ereignis war der Dauertest für meine Sony FS5 Wenn möglich, habe ich die Verstärkung meiner Digitalkamera immer auf 0 eingestellt Dann wird im Foto nichts aufhellt.
Die Verstärkung ist die selbe wie bei DSLR- und System-Kameras, aber die numerischen Werte sind nicht miteinander zu vergleichen. Für meine Lumix XH4 zum Beispiel ist der geringste ISO-Wert 200, aber der Wirkungsgrad ist der gleiche: Ist die ISO- oder Verstärkung zu hoch, fängt das Image an zu knistern.
Im Bildschirmfoto aus dem Film (unten) ist die Farbe wirklich schwärzlich und es gibt kein rausch. Auch hier habe ich mit dem Sony FS5, dem Turbo und dem Canon 24 bis 70mm Linse zusammengearbeitet. Aber diese Linse läßt viel weniger Lichteinfall in die Kammer und ich hätte die Verstärkung auf wenigstens +12 einstellen sollen.
Es wäre nicht so deutlich gewesen. Selbst mit dem Handy würde ich bei diesen Lichtbedingungen nie so gesättigte Fotos machen können! Je düsterer das Foto wird, desto mehr "pumpt" es. Hier stieß das Handy an seine Grenze, ich habe meinen FS 5 verpasst. In der untenstehenden Abbildung habe ich den größten Fehler bemerkt.
Die Abenddämmerung war noch nicht so finster, aber das Foto war schon sehr laut: Für diese Großaufnahme habe ich das Tele-Objektiv des Mobiltelefons verwendet. Diese absorbiert weniger Lichteinfall als die normalen Objektive, was zu noch mehr Lärm führt. Dasselbe gilt für den Einsatz von Zoom-Objektiv und GH4: Was für ein großer Vorteil!
Auch das erste Foto ist toll: Es ermöglicht einen Überblick über die Szenerie. Doch mit dem Handy kann ich diese Szenerie nur aufzeichnen. In dem folgenden Film sehen Sie, was ich meine. Der Einsatz des Smartphones als Überwachungskamera hat viele Vorzüge. Wer jedoch bei schwierigen Lichtbedingungen drehen oder die Möglichkeit der Bildbearbeitung wirklich nutzen will, greift besser zu einer echten Camcorder.
Ob Handy oder DSLR: Mit dem passenden Lichtdesign können Sie viel mehr aus Ihren Filmen herausholen.