Heute nimmt beinahe jeder mit seinem Handy Videoaufnahmen auf - die Wichtigkeit spezieller Videokameras hingegen nimmt ab. Nach Angaben der Stiftung Warmentest hat sich der Umsatz des ersten Geräts (Sony Betamovie BMC-100 P, 3594 Mark) seit seiner Markteinführung 1983 von 800.000 Stück pro Jahr in Deutschland halbiert. Obwohl die teuren, dichten Videokameras immer noch das Spielfeld dominieren, scheint der Tendenz zu kleinen Aufnahmegeräten zu gehen, mit denen man sich selbst aufzeichnen kann.
Bei diesen Geräten spricht Canon beispielsweise von "Lifestyle-Camcordern"; bei diesen Geräten geht der Bildschirm über das Glas, so dass man sich beim Fotografieren immer blicken kann. Zudem filmt das Gerät in der Regel aus einem breiteren Winkel - nützlich, wenn man sich viel vor der Kamera bewegen muss. Allerdings liegt die Videoqualität laut Produkttest hinter den großen Videokameras zurück.
Sony beherrscht eindeutig den Bereich der Klassik-Camcorder - vier der fünf besten Rekorder stammen aus dem Elektronikkonzern Japan. Der Testsieger von Sony "FDR-AX100E" (Gesamtnote 1,7, "Gut") besticht durch sehr gute Bildqualität, außerdem können Aufzeichnungen in Ultra-HD gemacht werden. Bei den Selfie-Geräten punktet man mit ihrer kompakten Bauweise, während die Klassiker mit lauten Produkttests mit frischem Material zu glänzen suchen.
Auffallend: Oft fehlen die Anschlüsse für ein separates Mikrophon, was die Tonqualität der Filme beeinträchtigt. Auch sind die Vorrichtungen nicht für den Einsatz von Linkshändern konzipiert.
Wenn der Amateurfilmer wirklich gut aussehende Filme machen will, kommt er nicht ohne einen richtigen Videorekorder mit besserem Glas, gutem Verwackelungsschutz und weiteren Einstellungsmöglichkeiten aus. COST Gut ausgerüstete Einsteigercamcorder wie der Toshiba Camileo X450 sind bereits ab 250? zu haben. Mit nur 189 Cent ist die stabile SportyCam von Aiptek sogar noch günstiger, steht den Geräten aber in punkto Outdoor-Qualitäten mehr im Wettbewerb als im perfekten Look.
Die mit 1099 EUR bestückte Canon Legria HF 25 ist das mit Abstand teurere Gerät. Die präsentierten Videokameras geben ihre Filme in Full High Definition aus, d.h. mit einer Bildschirmauflösung von 1920 x 1080 Pixel. Sie verwenden das AVCHD-Videoformat, das die altbekannten Mini- und HDV-Formate ersetzt. Auch wie detailliert und genau die aufgezeichneten Filme sind, ist von der Datenübertragungsrate abhängig.
Waren SD-Karten oder Memory-Sticks (Sony) früher allenfalls als Kurzfilm- oder Foto-Speicher geeignet, setzen die heutigen Videokameras ganz auf den kleinen Flash-Speicher als Speichermedium. Und das zu Recht, denn eine SD-Karte mit 32 GB Speicherplatz kann jetzt bis zu zwölf Stunden hochwertiges Bildmaterial aufnehmen. Lediglich der Canon verfügt über Slots für zwei Karten und einen zusätzlichen Internspeicher.
Sie können auch auf zwei unterschiedlichen Speicherkarten gleichzeitig gespeichert werden. LENS Mit der SportyCam haben alle Videokameras ein Objektiv mit entsprechendem Zoom. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass der Toshiba auf einen visuellen Stabilisator auskommt. CONTROL Face Tracking mit Autofocus auf Canon und Toshiba oder die Sony HDR-TD30V smile auto bleibt eine Selbstverständlichkeit.
Diese sind für Anfänger geeignet und lassen sich auch über übersichtlich auf dem Bildschirm einstellen. Nichtsdestotrotz ist kein Bildschirm so gut, dass er auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist. Leider verwenden nur die Firmen Canon und Canon neben den Smart-Phones einen Bildsucher, jetzt erscheinen die ersten Videokameras mit WiFi.
Auf diese Weise können kabellos Filme auf SmartTV, Notebook oder Handy übertragen werden. Diese Übertragungsnorm stellt die Verbindung zwischen Camcorder und Handy auf Tastendruck her, ohne lästige Einstellarbeiten und gestattet dann die Übermittlung von Live-Bildern und die Bedienung des Gerätes über das Handy. und noch einiges mehr.