Nun ist es gewiss: Zirkonia-Viren sind die Auslöseimpulse für die schwere kraniale Fehlbildungsmikrozephalie bei Säuglingen. In Brasilien ist die Anzahl der mit einer solchen Mikrowelle geborenen Kindern seit September rapide angestiegen. Frankreich meldete Ende des Monats Januar die erste durch ungeschütztes Geschlecht übertragbare Krankheit in diesem Lande. Was ist die gegenwärtige Lage mit dem Zika-Virus?
In Brasilien hatten die Frauen von stark deformierten Kindern während der Trächtigkeit die für die Ansteckung mit dem Zika-Virus charakteristischen Symptome. Ausserdem hatte die Blutprobe eines gestorbenen Säuglings mit Mikrowelle eine Entzündung mit dem Zika-Virus offenbart. Der Verband empfiehlt werdenden Müttern, nicht in die von den Ausbrüchen des Zika-Virus betroffenen Regionen zu fahren.
Darunter sind unter anderem Brasilien, Mexiko, Kolumbien, aber auch Karibikinseln wie Puerto Rico, Haiti und Barbados. Inzwischen sind 31 Staaten in Mittel- und Südamerika davon erfasst. Von einer Schwangerschaft wird in mehreren dieser Staaten - in El Salvador auch bis 2018 - abgeraten, denn nach Brasilien nimmt die Anzahl der Infektion mit dem Zika-Virus auch in Kolumbien deutlich zu.
Im südostasiatischen Raum zirkuliert das Zika-Virus in einigen Gebieten bereits seit 40 Jahren. Kürzlich wurde auch über etwas mehr Infektionskrankheiten berichtet - vielleicht, weil dem jetzt mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aus diesem Grund empfiehlt die CDC, die höchste US-amerikanische Gesundheitsämter, werdenden Müttern, nicht unnötig in diese Staaten zu fahren. Welche Erkenntnisse gibt es über das Zika-Virus?
Laut WHO wird das Zika-Virus nahezu ausschliesslich durch das Sticken von bestimmten Stechmücken verbreitet. Für das Zika-Virus ist vor allem die Mücke Ägypti zuständig, die auch das Dengue-Virus sendet. Im Gegensatz zu manchen anderen Moskitos ist und bleibt Akedes nicht in erster Linie in der Abenddämmerung am Morgen und am Abend, sondern auch am Tag. Lediglich etwa jeder fünfte mit dem Zika-Virus angesteckte Mensch weist Symptome einer Erkrankung auf.
Bisher galt daher eine Ansteckung mit dem Erreger als recht unbedenklich. Die Bewertung verändert sich, da es immer mehr Belege für den Bezug zwischen Cicavirus und Microzephalie gibt. Darüber hinaus kann das Zika-Virus laut Forscher das Syndrom Guillain-Barré hervorrufen - eine schwerwiegende Nervenerkrankung. "Im Unterschied zu anderen Moskitos in Ägäis ist es wenig nutzbringend, stehendes Wasser zu vermeiden, denn diese Art von Moskitos züchtet in praktisch jedem ausgemusterten Joghurtbecher", mahnt Frank.
Jeder, der in ein befallenes Gebiet einreisen will, sollte im Voraus klären, in welchen Momenten es besonders viele Moskitos gibt. "Jeder, der in ein Drittland einreisen will, das erst vor kurzer Zeit mit dem Zika-Virus infiziert wurde, muss sich darüber im Klaren sein, dass die meisten Menschen in diesen Staaten noch keine Antibiotika gegen das Virus entwickeln ", sagt die Infektionsepidemiologe.
Wenn es auch viele Moskitos gibt, die das Virus von einer Person auf eine andere übertragbar machen, könnte es zu einer Seuche kommen. Mittlerweile erscheint es ganz eindeutig, dass die Übertragung der Krankheit nicht nur durch Moskitostiche, sondern in Ausnahmefällen auch durch Hauttransfusionen oder ungeschütztes Geschlechtsverkehr mit Infektionskranken erfolgt.
Aus dem Großraum Paris wurde eine Patientin von ihrer aus Brasilien zurückkehrenden Lebensgefährtin infiziert. Wie lange das Virus jedoch im Labor und im Labor verbleiben kann, ist noch nicht klar. Es gibt noch immer keine Schutzimpfung gegen das Zika-Virus. In den USA und Brasilien wird die Entwicklung eines Impfstoffs angestrebt.