Sony-alpha 290 (DSLR bis zu 1.000 Euro) Rückblick
Für den DSLR-Jahrgang 2010/11 hat der Produzent die Sony Alpha 290 für Anfänger geplant. Jedes Jahr eine neue Generation von Kameras - dieses Leitmotiv gilt auch für die Alpha-Spiegelreflexkameras der Anfänger- und Mittelschicht. Der Alpha 290 ist der Nachfolger des Alpha 230 und ist jetzt die preiswerteste neue DSLR im Sony Sortiment.
Weiterer Nachteil des Alpha 290: Bei künstlichem Licht ist der Automatikweißabgleich ausgeschaltet. Der Bildschirm hat eine Bildschirmdiagonale von 2,7 Inch und Auflösung von 230.400 Sub-Pixeln - Standard in der Einstiegsklasse. Wir finden den Positionssensor hilfreich: Wenn die Videokamera rotiert, wird auch das Bild rotiert.
Live View - eine Besonderheit der Sony DSLRs - und Videos sind bei der Alpha 290 nicht verfügbar. Schließlich hat es der Eye Start Autofokus auch in die Alpha 290 gebracht. Mit der Alpha 290 beweist Sony, dass ein neuer Typ nicht unbedingt mehr bietet als sein Vorgängermodell. Wer eine besonders preiswerte Spiegelreflexkamera sucht, greift besser zur Alpha 230 aus dem vergangenen Jahr.
Wie so viele Sony Spiegelreflexkameras ist auch die Alpha 290 ein Familienmitglied. Wir haben kürzlich ihre große Schwester, die Alpha 390, ausprobiert. Der Hauptunterschied zwischen der Alpha 290 und der Alpha 290 ist das Fehlen der LiveView-Option. Die kleinste digitale Spiegelreflexkamera von Sony sorgt dafür, dass Sie Ihre Bilder immer auf die klassische Art und Weise zusammenstellen, indem Sie durch den Bildsucher schauen.
Die Alpha 290 ist rund 150 Euros billiger als ihre große Bruder, was sie zu einer der billigsten Digital-SLR-Kameras auf dem Markt macht. Ein optischer Bildsucher, der dieser Kennzeichnung Rechnung trägt. Der Ausgangspupille ist auch eine Dioptrien-Korrektur möglich, d.h. die Gläser müssen nicht unbedingt aufgesteckt werden, um das Bild aufzunehmen. Die Gehäuseform des Alpha 290 ist gut in der Hand.
Während Sony beim Vorgänger Alpha 230 auf einen markanten Griff verzichtete, weist die jetzige Alpha 290 wieder den bekannten Hump auf der rechten Seitenkante auf. Das weitgehend metallfreie Design der Alpha 290 macht sie außerdem sehr leicht - sie wiegt weniger als 500g.
Oben auf der linken Seite des Kameragehäuses befindet sich ein übersichtliches Einstellrad, mit dem Sie die Einstellungen der Alpha 290 schnell ändern können. Der Bildschirm des Alpha 290 ist immer sehr informativ: Auf Anfrage wird eine kurze Erklärung der aktuellen Einstellungen zusammen mit einem Beispiel-Bild angezeigt. Typischerweise ist das Menu für Sony-Kameras klar gegliedert.
Das mag auch daran liegen, dass die Alpha 290 als Einsteigerkamera etwas enger in den Verstellmöglichkeiten ist. Durch die praktische Funktionstaste auf der Rückseite des Alpha 290 sind ohnehin nur wenige Fahrten zum Menu notwendig: Das Alpha 290 verfügt nur über eine eigene Belichtungskorrektur. Sony hat das Batteriefach in einem guten Abstand zum Gewinde des Stativs angebracht.
Die Tatsache, dass die Sony Alpha 290 keine professionelle Fotokamera sein will, offenbart bereits ihr Erscheinungsbild, das nur spärlich mit Tasten und Tastern auskommt. Der Alpha 290 erledigt die meiste Zeit mit dem umweltfreundlichen "Auto"-Programm. Für den kreativen und erfahrenen Photographen gibt es auf der Alpha 290 auch die gängigen halb-automatischen Aufnahmeprogramme (Blende oder Zeitwahl); die Steuerung der Maschine ist auch manuell möglich.
Das Alpha 290 kann sowohl auf den zweiten Behang blinken als auch mit einer langsamen Verschlussgeschwindigkeit synchronisieren. Obwohl die Alpha 290 die kleinsten DSLRs im Programm ist, hat Sony ihr die SteadyShot mitgebracht. Die Alpha 290 von Sony dagegen ist äußerst wirtschaftlich, wenn es um "ISO auto" geht: Die ISO 100 bis ISO 400 ist einstellbar, kann aber auch von Hand bis ISO 3200 eingestellt werden.
Die Alpha 290 kann mit der DRO ( "Optimize Dynamic Range") Funktionalität übermäßig starke Gegensätze in der Landschaft zähmen. Mit der halbautomatischen oder manuellen Belichtungskontrolle kann die Alpha 290 auch den Bildkontrast, die Bildschärfe und die Farbsättigung an Ihre individuellen Anforderungen anpassen. Die Alpha 290 verfügt über neun Autofokuspunkte. Die Alpha 290 arbeitet sehr schnell, eine Einstellung erfolgt etwa eine Zehntelsekunde nach dem Drücken des Auslöseknopfes.
Wir haben diese Daten mit dem Einstellobjektiv Sony DT F3,5-5,6/18-55mm SAM errechnet. Diese Linse nutzt das Potenzial der Alpha 290 nicht voll aus, insbesondere ein recht starker Rückgang der Bildauflösung zu den Bildkanten ist ihre wesentliche Schwachstelle. Schließlich hat Sony dem eingestellten Objektivapparat über einen Micromotor einen Autofokus gegeben, der die Objektivgruppen ganz geräuscharm bewegt.
Dies ist besonders für die Videoaufzeichnung von Bedeutung, eine Tatsache, die dem Alpha 290 fehlen könnte. Die seit 1983 von Minolta eingeführten AF-Objektive können daher uneingeschränkt auf der Sony Alpha 290 verwendet werden. Das Herz der Alpha 290 ist ein CCD-Sensor mit einer Auflösung von rund 14 Megapixeln. Mittlerweile ist die CCD-Technologie bei Spiegelreflexkameras etwas aus der Mode geraten, CMOS-Sensoren hetzen bei hoher Sensitivität viel weniger.
Außerdem können die etwas gealterten CCD-Sensoren nicht so rasch ausgelesen werden wie ihre CMOS-Cousins, was zu niedrigeren seriellen Bildraten führt. Tatsächlich besticht die Alpha 290 bei ISO 200 durch eine klare Detailwiedergabe und ansprechende Mikrokontraste. Sony kommt ohne aggressives Schärfeverfahren aus, die Alpha 290 besticht auf ganzer Länge durch ihre dezente Schärfe.
Die Alpha 290 dagegen hat weniger Kontrolle über das Bildrauschen: Die Geräuschkurve der Kameras nimmt ab ISO 400 zu. Die Alpha 290 hat das Helligkeitsgeräusch viel besser im Griff: Es wird ab ISO 1600 nur noch leicht spürbar, beeinträchtigt aber den Auszug nicht. Der Tonwertverlauf des Alpha 290 ist ziemlich scharf, mit starken Gegensätzen in den Höhen und Lichtverhältnissen.
Andererseits zeichnet die Alpha 290 (wie so viele Kameras) einen zu großen Schwarzpegel auf - Schwarz neigt dazu, ein sehr dunkelgraues zu sein, was die Bilder stumpfer als notwendig erscheinen lässt. Die Eingabedynamik der Alpha 290 ist dagegen ordentlich: Sie arbeitet mit einer Kontrastdifferenz von etwa acht Blenden ( "EV") bis ISO 800 und nur bei der größten Sensitivität von ISO 3200, der Dynamikbereich fällt auf annehmbare 7,3 LW ab.
Sony hat auch mit den Komprimierungsstufen der JPEG-Dateien nichts Falsches getan: Obwohl das Alpha 290 nur die Auswahl zwischen "Standard" und "Fein" anbietet, sind beide Ebenen gut auf ihren Verwendungszweck (Dateigröße oder Bildqualität) zugeschnitten. Diejenigen, die sich nicht auf die hausinterne Bildbearbeitung der Alpha 290 stützen wollen, haben auch die Option, ihre Bilder im RAW-Format aufzunehmen und mit der beiliegenden Bildbearbeitungssoftware "Sony Image Data Converter SR " auf dem PC-Bildschirm zu erstellen.
Schlussfolgerung Die Sony Alpha 290 besticht weder durch eine beeindruckende Bildwiedergabe noch durch einen üppigen Funktionsumfang. Wenn Sie auf Videoaufnahmen und Livemodus verzichtet haben, ist die Alpha 290 eine Kamera, die viel mehr als nur eine kompakte Kamera in der gleichen Preislage ist. Die Alpha 290 passt sich vor allem perfekt in das DSLR-System von Sony ein und stellt eine solide Grundlage dar - auch für AF-Objektive aus dem Hause Minolta.
Es ist nur bedauerlich, dass die Alpha 290 ein wenig schleppend auf Eingänge anspricht und der Signalgeber modernes Rauschen nicht mehr in die Aufzeichnungen über ISO 800 hinaus täuscht.