K 3

K 3

Spanne id="Konstruktion.2C_Inbetriebnahme.2 C_Stationing ">Construction, Commissioning, Stationing[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Mit der K-3 Leninski Komsomol wurde das erste Atom-U-Boot der Sowjetunion in Betrieb genommen. Als einziges hatte das U-Boot aufgrund seiner geschichtlichen Besonderheit im Gegensatz zu den Taktiknummern aller anderen Sowjetmarken einen Vornamen. Die U-Boote wurden im Sperrzone von Severodvinsk bei Archangelsk am Weissen Meer hergestellt. Dann wurde das Boot im unwirtlich klimatischen Hochnord im Sapadnaja Liza Fojord auf der Kolahalbinsel aufgestellt - Malaja Lopatka war etwa 45 km von der norwegischen Landesgrenze entfernb.

In den Werkstests waren die bereits erzielten Drehzahlen über den Erwartungen und gaben dem U-Boot zusammen mit den hohen Taucherzeiten und der nahezu unbegrenzten Reichweite die taktischen Merkmale, die mit herkömmlichen U-Booten nicht erreichbar waren. Der daraus entstehende Strahlenschaden der Crew wurde weitestgehend unterdrückt. Verglichen mit den nachfolgenden Generationen von U-Booten war das U-Boot nahezu schalldämmend und damit vor allem bei hohen Drehzahlen sehr leicht zu lokalisieren.

Dementsprechend störanfällig und gefährdet war das U-Boot im Einsatz. Die K-3 gelangte am 16. Juli 1962 unter der Wasseroberfläche zum Nord-Pol, einem technischen Meisterwerk, das vom ersten US-amerikanischen Atom-U-Boot, der USS Nontilus (SSN-571), knapp vier Jahre vorher erreicht worden war. Die Sowjetunion zeigte mit diesem Tauchgang militÃ?risch das Potential, die USA mit dem arktischen Eischild anzugreifen, gröÃ?tenteils unbemerkt.

Zu Ehren dieser bahnbrechenden Leistung wurde das U-Boot am 7. September 1962 mit dem Titel ????????? ???????? (Leninski Komsomol) ausgezeichnet. Die Führungskräfte wurden mit den höchsten Preisen ausgezeichnet. Dabei war die Sowjetmarine in hohem Maße von ihren wenigen Nordhäfen abhängig, die im Sommer weitestgehend eisfrei waren. Gleichzeitig war der Leninski-Komsomol Ausgangspunkt für das sich entwickelnde Gleichgewicht von Terror und Wettrüsten, das in den 1970er und 1980er Jahren in Form von Atom-U-Booten stattfand.

Der K-3 erhielt im Hochsommer 1967, nach einer längeren Zeit vieler Reparaturarbeiten, einen neuen Kommandeur und eine neue Missionen zur Überquerung des Mittelmeeres. Die Kühlung fiel größtenteils aus und stellte das Team einer extremen Hitzestress aus. Auch die Verfolgung eines amerikanischen U-Bootes mit Intercontinentalraketen war vorgesehen, was jedoch nicht gelingen konnte.

Der U-Boot selbst wurde endlich geborgen. Der U-Boot wurde wiederhergestellt und ist in einem Musée in Murmansk untergebracht. Moskau 1994, ISBN 5856900073 Alexej Wassiljewitsch Aprelkow, L. A. Popow: Is morskitsch glubin: k istorii podvodnich hodok "Chelyabinski komsomolez" i "Leninski komsomol". Die Bellona-Stiftung, 27. April 1996, Abschnitt 4.3. Der 2002 gedrehte Hollywood-Film K-19 - Showdown in der Tiefe stellt die Bedingungen an einem sowjetischen Atom-U-Boot dar, das auf der K-3 basierte und etwa zeitgleich, größtenteils authenthisch betrieben wurde.