Olympus Pen Analog

Kugelschreiber Olympus Analog

Das Foto des Stiftes F von Olympus. Der Olympus Pen F und das Halbformat Kennen Sie das von OLYMPUS und KODAK erfundene Vier-Drittelsystem für die DSLR? Die LEICA I war das damals erreichbare Bestmögliche in Bezug auf kompakte Abmessungen und mögliche Aufnahmequalität, weshalb sich LEICA im folgenden Jahrzehnt am Weltmarkt etablierte und sogar einen Maßstab setzte.

Trotzdem wurde das Bildformat mit einem Bildformat von 1:1,5 (2:3) schon damals und auch heute noch als "zu lang" für die meisten Sujets erachtet. Und das, obwohl das Bildformat dem des Klassikers "Goldener Schnitt" von 1:1,618 nahe kommt. Aus diesem Grund müssen beim Vergrößern oft erhebliche Anteile abgeschnitten werden, zumal die meisten Photopapiere - auch heute noch - das Bildformat 1:1,33 haben.

Der erste NIKON (Nikon I, Nikon M) belichtete also auch 24x32mm, aber damals (1950) hatte sich 24x36 bereits als Langformat etabliert, was zu Problemen bei der Dia-Rahmung führte (z.B. Kodachrome-Methode). Wenn man 24x36 halbiert, bekommt man zwei Hochformataufnahmen 18x24, ist wieder dem Originalfilmformat angenähert und hat ein dem Ideale von 1:1,33 (oder 3:4) entsprochenes Bildformat, das mit den meisten Sujets, vor allem im "menschlichen" Umfeld, mit wenig Abfall zurecht kommt, also das Bildformat gut ausnutzt.

Außerdem bekommt man 72 Bilder pro 35mm-Film - heute zwar ein Ärgernis, aber in einer Zeit, in der der Preis für den fertigen Kinofilm sehr hoch war, ein schweres Argument. Die Kameras sehen denen im 24x36 Bildformat sehr nahe und werden auch von den Anbietern vertrieben. Vor dem Zweiten Weltkrieg stammten die meisten Entwicklungen im Kamerabau nicht aus Wetzlar oder gar Stuttgart, sondern aus Dresden.

Die Tatsache, dass die Zerstörung und Demontage in Dresden nicht so rasch begonnen hat wie die Japans, für die das vielbeanspruchte "von vorne anfangen" viel mehr gilt als für Deutschland, kann als die erste Quelle für den Rückgang der Kameraindustrie in Deutschland gesehen werden (die natürlich nicht nur eine einzige, sondern eine ganze Serie von Gründen hatte).

Seltsam, aber LEICA arbeitete auch zwischen 1962 und 1967 an einer halbformatigen SLR namens LEICAFLEX 18X24 - mit Federmotor - und verworfen den Prototyp. Der PEN F ist so gut, dass selbst eine LEICA wahrscheinlich nicht genug Sauerstoff zum Atmen hatte. Formal gesehen weiß Maitani ganz klar, wie man eine Kamera entwirft - vielleicht durch die LEICA IIIf seiner Zeit.

Im Vergleich zu den herkömmlichen LEICA-Proportionen ist die Objektivfassung noch weiter zur Stirnseite hinverlagert. Die 38/1. 8er Linse (6 Elemente / 5 Gruppen) ist ein modernes Ultron-Objektiv, das nicht nur extrem leistungsfähig, sondern auch von geringer Gesamtlänge ist und daher auf der Kamera gut aussieht und die Taschentauglichkeit steigert eine superhelle 42/1. 2 und eine 38/2. 8, die "Mutter aller Pancake-Objektive".

Dies war aber nur auf 0,8m(!) nahe 0,35m(!) der 38/1. 8 und 40/1,4 regelbar. Das Linsenprogramm für den Pen F beinhaltet eine recht große Serie, die alle eigens für die Bedürfnisse der Halbformatkamera berechnet wurden. Mit Ausnahme der vierlinigen Pancake 38/2. 8 und der seltenen Zuiko-D 38/2, die Olympus als "Einstiegsobjektiv" ablehnt. 8 sind alle aufwändige, hochmoderne Konstrukte, die nur mit einem feinkörnigen Filmmaterial (Farbfilm, z.B. Ektar 100) ihre immer noch hervorragenden Eigenschaften ausdrücken können.

Das rarste Gerät der Serie (ca. 2.000 Stück ) ist die seit 1967 gefertigte Pen FV, ohne Belichtungsmesser und somit ein volldurchlässiger Rückspiegel und (angeblich) ein etwas helleres Sucherbildbild. Und das nicht nur, weil sie in Chrom und Chrom erhältlich sind, so dass jeder "nach seinem Geschmack gesegnet werden kann" - mit dieser so wunderschönen Kamera eine wirklich schwierige Wahl....