Nikon D759

D759 Nikon D759

Rezension: Nikon D750 SLR Kamera, Systemkamera Auf den ersten Blick sieht die D750 aus wie jede andere Profidigitalrekorder von Nikon: groß, massiv, stabil. Aber wenn man die neue 35mm-Kamera in die Hände bekommt, merkt man sofort, dass Nikon hier etwas geändert hat. Tatsächlich so gut, dass es mit einer einzigen Handfläche für eine gewisse Zeit gehalten werden kann.

Das D750 ist kein Fliehgewicht, obwohl Nikon für dieses Falles Leichtbauwerkstoffe wie eine Alu-Magnesiumlegierung und Kohlenstoff einsetzt. Andererseits sieht die Fotokamera so aus, als wäre sie für die Ewigkeit konstruiert und übersteht selbst härteste Einsätze ohne Beanstandungen. Die D750 ist gegen Strahlwasser und kann auch nass sein.

Nikon hat das Dreibeingewinde in der Optikachse nach dem Lehrbuch geordnet, aber es ist noch so weit vom Batteriefach weg, dass es beim Anbringen der Schnellentriegelungsplatte erreichbar ist. Nikon experimentiert nicht mit der Positionierung der Steuerungen. Die D750 verfügt auf der rechten Seite über ein traditionelles Programmwahlrad, das mit einem Schloss gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist.

Auf der rechten Seite ist eine großzügige Statusanzeige angebracht. Der Informationsreichtum kann mit einem elektrischen Bildsucher höher sein, aber auch der visuelle Bildsucher der Nikon D750 ist nicht geizig mit Details; selbst eine simple Libelle oder Rasterlinien können auf Anfrage angezeigt werden. Die D750 kann im Live View-Modus noch ausführlichere Daten ausgeben.

Aber viel bedeutender ist, dass die D750 eine Innovation hervorbringt, auf die viele an einer Nikon-Kamera interessierte Menschen schon lange warten: Bisher hat Nikon seinen Profikameras ein Faltdisplay mit dem Verweis verwehrt, dass die Gelenke ein möglicher Schwachpunkt sein können. Aber mit der D750 müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen:

Aufgrund der vielen speziellen Steuerungen erfordert die Konfigurierung der Nikon D750 in den seltensten Fällen einen Blick in die Bildschirmmenü. Glücklicherweise verfügt die D750 über eine "My Menu"-Funktion, mit der Sie Ihr eigenes individuelles Speisekartenmenü mit den am häufigsten benötigten Kommandos erstellen können. Es ist auch nett, dass das D750 mit einer nützlichen Hilfefunktion ausgestattet ist, die Erklärungen zu vielen Kommandos auf Tastendruck bereitstellt.

Trotzdem konnte Nikon die Handhabung weiter erleichtern, zum Beispiel mit einem freikonfigurierbaren Quick-Menü. Ausrüstung Nikon folgte offenbar dem Motto "das beste aus zwei Welten", wenn es um die Ausrüstung des D750 ging. Auf der einen Seite nimmt es weitestgehend die Technologie des Profis ein, verfügt aber auch über Funktionalitäten, die Nikon den Vollblutprofis verweigert. Dazu gehört beispielsweise die Option, den On-Board-Flash auszuschalten oder die AF-Felder auszuwählen.

Auf Wunsch kann die D750 auch zur Auswahl eines von 16 Motivauswahlen verwendet werden - zum Beispiel "Portrait", "Tiere" oder "Landschaft". Damit ist der neueste vollformatige Streich von Nikon auch für weniger erfahrene Profifotografen geeignet, die attraktive Bildresultate auf Tastendruck anstreben. Das Nikon D750 bietet sieben Effektmöglichkeiten für verspieltes Naturell, aber es gibt kaum Interventionsmöglichkeiten.

Natürlich spielt die D750 erst dann ihr ganzes Potenzial aus, wenn man die Vollautomatik hinter sich hat. Nun, das DS810 ermöglicht eine kurze Verschlussgeschwindigkeit von 1/8. 000 Sekunden, das DS750 1/4. 000 Sekunden. Die D750 bietet eine reale Abstandsfunktion, die in definierbaren Zeitabständen bis zu 9.999 Aufnahmen macht und es ermöglicht, bis zu einer bestimmten Startuhrzeit einzustellen.

Übrigens arbeitet die ISO-Automatik auch im M-Modus, so dass die D750 über den ISO-Wert die richtige Aufnahme mit einer festen Zeit-Blenden-Kombination kontrolliert. Aus den Profimodellen DS810 und DS4S verwendet die Nikon D750 einen RGB-Sensor mit 91.000 Pixeln Bildauflösung zur Messfunktion. Nikon zufolge macht die D750 im Serienbildmodus 6,5 Bilder pro Sekunde und ist damit das flotteste Modell im FX-Format, neben der teuren DS4.

JPEG-Bilder waren 6,6 fps, im Rohformat gar 7,1. Bei der JPEG-Serie sorgt die eingebaute Fachkamera für 44 Bilder (ca. 6,6 Sekunden) bei hoher Geschwindigkeit. Mit nur 1,5 fps bei den JPEG-Aufnahmen und 0,9 fps bei den Rohaufnahmen fällt die D750 dann in ein sehr gemächliches Temp. So dauerte es beispielsweise bei der D750 nahezu eine halbe Stunde, bis 78 serielle JPEGs abgeschrieben waren.

Alles in allem ist es schnell, aber keine wirkliche Lösung zur Nikon D4S für Sport- und Action-Fotografen. Die D750 hat Nikon mit einem eingebauten Blitz ausgerüstet, der mit einer Richtnummer von 12 ziemlich stark ist. Daher ist es besser, die D750 mit einem Ansteckblitz auszustatten - oder sie drahtlos mit dem On-Board-Flash als Vorlage zu steuern.

Selbstverständlich profitieren auch die D750 von Nikons sehr anspruchsvollem Blitzlicht. Bei der kürzestmöglichen Blitzsynchronisationszeit von 1/200 s.