Das zweite Laufrad ist um die Außenseite herum angebracht und einfach zu handhaben. Dies ist mit dem Rundfinger sehr gut zu untermauern. Der Nikon 1 J5 hat keinen Zielsucher, aber es gibt ein 7,5 cm großes Flachbildschirm mit einer Feinauflösung von 1,04 Mio. Pixel. Darüber hinaus können neben der Tastenbetätigung viele weitere Funktionalitäten unmittelbar mit dem ausgestrahlten Touchscreen gesteuert werden.
Der Schirm kann trotz des schmalen GehÃ?uses in einem riesigen Winkelspektrum gefaltet werden. Zum einen kann es für die Overhead-Fotografie um mehr als 80° heruntergeklappt werden, zum anderen bietet der Mechanikmechanismus auch 180° Aufklappung. Dadurch ist es möglich (bei 90 Grad) bodennah mit komfortabler Sicht auf den Monitor zu fotografieren, bei 180 Grad gelingt SELFES ohne Probleme.
Mit dem kompakten 10-30mm-Zoom wird eine kleine bildäquivalente Objektivbrennweite von 27 bis 81 Millimetern abgedeckt, da der 13,2 x 8,8 mm CMOS-Sensor (1 Zoll-Typ) verwendet wird. Die Zoomfunktion ist extrem reaktionsschnell und bewegt sich innerhalb einer knappen Halbsekunde durch den ganzen 3-fachen Zoommodell. Für langsame Bewegungsabläufe kann die Fokussierung jedoch in sehr kleinen Stufen beliebig verändert werden.
Unglücklicherweise wird die Objektivbrennweite nicht auf dem Display angezeigt, nur ein Balkendiagramm gibt eine Vorstellung von der Vergrösserung. Dank seiner 171 Messstellen, darunter am Messsensor angebrachte Phasen-AF-Sensoren, funktioniert der Auto-Fokus mit gut 0,2 s schnell, die manuelle Fokussierung ist jedoch weniger gut. Unglücklicherweise entfällt die Fokussierung als Fokussierungshilfe. Sie können der Fn-Taste eine eigene Funktionalität zuordnen, wodurch die ISO-Empfindlichkeit hier vermutlich schon sehr sinnvoll ist.
Über die Funktionstaste F auf der Geräterückseite wird ein kleines Schnelleingabemenü auf dem Display angezeigt, das die wesentlichen Kameraeinstellungen wie z. B. Weißabgleich, Fokussiermodus oder Belichtungsmessung aufzeigt. Allerdings haben wir schmerzhaft einen Button zum Einstellen der Display-Einsätze verpasst. Unglücklicherweise ist es nicht möglich, die Darstellung für eine klare Sicht auf das Objekt auszublenden, ebenso wenig wie ein Live-Histogramm oder eine Libelle.
Schließlich können Gitterlinien über Menübefehle permanent ein- oder ausgeblendet werden. Im Sport-Modus sind 10, 25, 30 oder 60 Serienaufnahmen pro Sek. bei Vollauflösung möglich, aber es werden nur die ersten zwanzig Bilder mitgenommen. Die bewegliche Momentaufnahme dagegen wirkt mehr wie ein Gimmick. Die beste Momentaufnahme ist dagegen eine hilfreiche Eigenschaft, die es dem Photographen erleichtert, den passenden Zeitpunkt zu erfassen.
Wenn Sie diese Taste zu lange gedrückt haben, können Sie während der Wiedergabephase ein anderes Motiv als Hauptbildformat der Szene auswählen. So macht HDR beispielsweise mehrere verschiedenbelichtete Bilder und kombiniert sie zu einem einzigen Photo mit Zeichnungen in normal ausgebranntem Licht und schwarzer Tiefe. Unglücklicherweise verfügt die 1 J5 nicht über eine wirkliche Belichtungsklammerfunktion.
Die Panoramafunktion ist dagegen etwas aufwendiger. Der Nikon 1 J5 feuert dank des integrierten Verschlussmechanismus völlig geräuschlos und setzt mit einer Belichtungszeit von bis zu 1/16.000 Sekunden ein. Da es keinen Global Shutter gibt, ist auch die Blitzsynchronisationszeit von 1/60 Sekunden recht schlecht. Der 1 J5 verfügt jedoch nicht über einen externen Flash-Anschluss.
Der Nikon 1 J5 zeichnet Filme mit einer maximalen Bildauflösung von 4K auf. Nach dem ersten Eindruck ist das gut, aber bei der Bildauflösung sind max. 15 Einzelbilder pro Sek. möglich, was die Filme unschön ruckartig macht. Full-HD-Videoaufnahmen mit bis zu 60 Einzelbildern pro Sek. sind viel fließender. Der Nikon meistert auch Spezialgebiete wie Zeitlupen- und Zweiwegefilme.
Das Bild wird mit 400 oder gar 1.200 Einzelbildern pro Sek. aufgenommen. Durch die Videoaufnahme-Taste sind aber auch Videoaufzeichnungen zu jeder Zeit möglich, kleine Kennzeichnungen auf dem Display stellen auch den letzten Bildabschnitt vor dem Betätigen der Videoaufnahme-Taste dar. Übrigens, wenn Sie Fotos nach der Fotoaufnahme weiterbearbeiten möchten, bin ich bei Nikon an der richtigen Stelle.
Lediglich Größenänderung und Beschneidung sind möglich und Nikons eigene Active-D-Lighting-Funktion zur Verschattungsaufhellung kann anschließend auf ein Motiv angewendet werden. Schließlich können zwar Folien gekürzt werden, aber es können keine RAW-Datenbilder editiert oder in ein JPG umgewandelt werden. Durch die integrierten W-LANs können die Aufnahmen kabellos auf Smart-Phones und Tabletts übermittelt werden.
Durch die entsprechende Applikation für Android und iPhone kann die Fotokamera auch aus der Ferne ausgelöst werden, inklusive Live-Bildübertragung. Nikon liegt hier weit hinter den anderen Anbietern zurück.