Nach dem Kauf von Bibble Labs im Jahr 2011 hat Corel das Programm in Corel Aftershot Pro[1] umbenannt. Linux-, Windows- und OS-X-Anwender können eine 30-tägige Testversion von der Website herunterladen. RPM und Debian-Pakete (32 und 64 Bit) sind nur für Benutzer verfügbar, die die Website mit einem unter Linux laufenden Webbrowser aufsuchen.
Der Fotomanager spricht nicht unmittelbar mit der Aufnahme. Statt dessen holt der Benutzer die Images zuerst auf die Platte. Der Anwender hat dann die Möglichkeit, im Dateisystem-Modus zu arbeiten oder die Images in den Catalog zu übernehmen. Dazu selektiert er zunächst den Tab "Dateisystem" auf der rechten Seite des Fensters, schaut sich die Snapshots an, kennzeichnet die gesuchten Photos und klickt auf "Datei à Selektierte Files importieren".
Seit Corel Aftershot Pro die Images von der Festplatte liest, geht das verhältnismäßig zügig. Wahlweise kann der Anwender während des Imports geeignete Schlüsselwörter hinzufügen (Abbildung 1). Mit Corel Aftershot Pro werden alle gebräuchlichen Rohformate, Jpeg- und Tiff-Dateien verarbeitet. Bei einfachem Importieren verbleiben die Bilddaten in ihrem Originalverzeichnis, die Bildverwaltung verbindet sie nur mit der eigenen SQlite Datenbank.
Wenn gewünscht, verschiebt das System die Bilder an einen neuen Ort und ordnet sie z.B. anhand der verwendeten Daten. Es werden Exif-Dateien ausgewertet und die Schlüsselwörter zu den iPTCMetadaten hinzugefügt. Sie können über die entsprechende Registerkarte auf der rechten Seite des Fensters expandiert und gepflegt werden. Corel Aftershot Pro verfügt über keine Gesichtsdetektion.
Bei größeren Retuschieraufträgen stehen ein Lagenmodus und eine Stapelbearbeitung für Bildserien zur Verfügung. Die Änderungen werden in einer verlinkten XMP-Datei, einem Verzeichnis oder in beiden gespeichert. Mit ihnen lassen sich Texte in Bildern oder Schattierungen oder Rahmen einfügen.