Darüber hinaus verfügt die Sigma dp1 Qattro über ein festes Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von 19 Millimetern, was 28 Millimetern in 35 Millimetern ausmacht. Gemeinsam ist allen drei der stabile, zukunftsweisende Fall. Kernstück des dp1 ist der neuentwickelte Foveon X3-Sensor, der mit seinen Maßen von 23,5 x 15,7 Millimetern der Größe APS-C mit einer völlig anderen Funktionsweise als konventionelle Sensorik auftritt.
Dabei fügen die Fotokameras die fehlenden farblichen Informationen der Nachbarpixel hinzu, was auf Kosten von Auflösungen und Feinzeichnungen geht. Anders als ältere Foveon-Sensoren mit z.B. einheitlichen 15 Megapixel pro Lage arbeiten die neuen Quattro-Generationen mit unterschiedlichen Pixelzahlen pro Flächen. Ebenso untypisch wie der Messfühler ist das Kameragehäuse der Signatur dp1 Qattro.
Die Griffwölbung ist ausgeprägt, so dass der SIGMA dp1 Qattro recht gut in der Handfläche aufliegt. Eine einfache Bildschirmanzeige, sechs direkte Tasten und zwei Verstellräder schmücken das Unterteil. Das Aufnahme-Menü des Digma dp1 Quartro beinhaltet auch drei einzeln zuweisbare benutzerdefinierte Einstellungen. In der Realität geht letzteres weniger gut: Die Fachkamera stellt zwar rasch ein Voransichtsbild dar, aber das Vergrößern ist beim Speichern nicht möglich.
Mit neun Autofokusfeldern und verschiedenen Autofokus-Modi ermöglicht die Signma dp1 Quartro die freie Steuerung und Bewegung eines Feldes über einen Kreuzschalter. Nichtsdestotrotz ist die Schnelligkeit einer der Schwachpunkte des Sign dp1 Quattro: Der Start dauert ganze 3,3 Sekunden. Bei kontinuierlicher Aufnahme werden 3,7 Roh- oder JPEG-Dateien pro Sek. erzeugt, die jedoch bereits nach 7 Einzelbildern beendet sind.
Signma weiß um das Problemfeld und beinhaltet ab Lager eine zweite Batterie. Weil das bisherige Modell bereits unter einer im Verhältnis zum Energieverbrauch zu kleinen Batterie gelitten hat, hätten wir uns für den Sign dp1 Quartro eine größere Batterie gewollt. Bei der Ausrüstung ist die Digma dp1 Quartro wirtschaftlich.
In der Aufnahme- und Wiedergabebetriebsart verfügt der Digma dp1 Quartro über eine Helligkeitswarnung, eine Histogrammanzeige und eine Leuchtdichte. Das Programm Signafoto Pro 6.2. 0, ein RAW-Konverter, der eigens für das Signaformat Signafoto RAW entwickelt wurde, ist beim Kamerahersteller kostenfrei erhältlich. Aufgrund der bekanntermaßen problematischen JPEG-Bilder, die von der Fachkamera berechnet wurden, werden alle Sigmas üblicherweise im RAW-Modus getestet.
Aufgrund des großen Detektors wird der dp1 Qattro im Prüflabor nach dem SLR-Prüfverfahren gemessen. Ähnlich wie der dp2 erzielt auch der Sign dp1 Qattro bei ISO 100 im RAW-Modus überdurchschnittliche und gleichmäßige Lösungsergebnisse, die denen eines Nicon Q810 mit einem 36-Megapixel-Vollformat-Sensor gleichwertig sind. Der Rausch des Sigmas ist etwas kräftiger, aber die feinen Einzelheiten werden überraschend unterschiedlich nachgebildet.
Der Kontrast wird von Signatur bis ISO 400 nur geringfügig erhöht, im RAW-Modus sind Über- und Unterschreitung auch etwas zu gering. Beim ISO 400 nimmt die Abbildungsqualität des Sigma dp1 Quattro sichtlich ab und stößt bei ISO 800 an die Grenzen der Bedienbarkeit. Auch der Dynamikbereich von 7,3 Blendenstufen liegt unter den gesetzten Zielen, so dass die Schüsse nicht mehr ausreichen.
Nicht nur bei der Ausrüstung konzentriert sich die Signma dp1 Quartro auf das Wesentliche: In Bezug auf Fokussierung und Einschaltzeiten ist der Sign dp1 Qattro nicht einer der Besten auf dem Weltmarkt, aber bei ISO 100 liefert er eine hervorragende Abbildungsqualität. Aber auch bei ISO 400 nimmt die Abbildungsqualität deutlich mehr ab als bei einer Vollbildkamera, und ISO 800 ist nur für den Notfall geeignet - Kauftipp: ISO 100 Abbildungsqualität Der DP1 Merrill ist das dritte Exemplar mit dem Hochauflösungssensor Foveon X3.
In der Prüfung weist sie auf die jeweiligen Fähigkeiten und Schwankungen hin. Die jüngste Systemkamera von Panasonic mit einem 16 Megapixel-Sensor für rund 500 EUR verfügt über mehr Selfie-Funktionalität als je zuvor.