Es gibt keine korrekte Beantwortung dieser Fragen. Ein Mädchen porträt im weichen Licht des Morgens toleriert zweifellos weit weniger scharf als ein Ferrari an der Startrampe. So ist die bestmögliche Bildwiedergabe abhängig vom Objekt und der angestrebten Aussage. Aber nicht nur das Thema, auch jedes Ausgangsmedium erfordert seine speziellen Schärfparameter.
Andererseits wirkt ein für die Druckausgabe scharf geschliffenes Foto auf der Leinwand natürlich und aufgesetzt. Die Bildschärfe kann am Computer bei der Aufnahme im RAW-Format noch besser eingestellt werden. Die heutigen Bildverarbeitungsprogramme verfügen über eine Reihe von Schärfefiltern, darunter nahezu immer das Filtern "Unscharf maskieren". Unscharfmaskierung suchen nach Kantenkontrasten im Motiv und verstärken diese.
Mit " Schwellwert " kann festgelegt werden, ob auch die feinsten Sprünge im Kontrast zu berücksichtigen sind oder nur starke Randkontraste erhöht werden sollen. Auch erfahrene Bildbearbeiter finden es schwierig, die für "Unscharfmaskierung" optimale Einstellung zu finden. Bei der Schärfung der Ausgabe gilt eine simple Faustregel: Die Festigkeit sollte ppi/2 nicht übersteigen, der Speichenradius ist auf ppi/200 gesetzt.
Soll ein Druckbild mit der gewohnten Auflösung von 300 ppi auf Druckpapier gedruckt werden, ergeben sich: "Dicke: 150 %" und "Radius: 1,5 Pixel". Bei einer Bildschirmausgabe mit der Standardauflösung von 96 ppi sind die Werte (gerundet): "Stärke: 50%" und "Radius 0,5 Pixel". Sie muss nur erhöht werden, wenn Bildstörungen oder JPEG-Artefakte durch Schärfung unschön wiedergegeben werden.
Unscharfmaskierung oder andere Schärfekommandos sollten immer das oberste Element in der Bildverarbeitungskette sein. Im Idealfall wird er doppelt geschärft: einmal am Ende der Bildverarbeitung auf das Objekt und dann ein zweites Mal, nachdem das Foto auf die gewünschten Ausgabedimensionen gebracht wurde. Folgendes gilt: Das Resultat kann nur in der 100%-Ansicht des Bilds optimiert überprüft werden.