Die D700 ist durch ein stabiles, umgebungsgeschütztes Magnesium-Gehäuse gesichert und ist eine perfekte, symmetrische Digital-SLR-Kamera. Schauen Sie durch das große kreisrunde Sucherokular der D700 und sehen Sie, dass nichts ein scharfes und brillantes Sucherbild ersetzt. Dass ein überlegenes Sucherdesign für die Aufnahme mit einer SLR-Kamera ausschlaggebend ist, zeigt ein flüchtiger Einblick in eine D700.
Das Nikon FX-Format und das große fünfeckige Prisma liefern ein großes, helleres Sucherbild und ermöglichen eine genaue Bildgestaltung bei einer Vielzahl von Aufnahmeredingungen. Ausschlaggebend für die hervorragende Bildwiedergabe der D700 ist die leistungsstarke, modernste Nikon-Expertenbildverarbeitung, die auch in der D3 eingesetzt wird. Durch die detaillierten Bilddateien, die der Nikon CMOS-Sensor im 12,1-Megapixel-FX-Format erfasst, wird ein äußerst hohes Signal-Rausch-Verhältnis bei der 14-Bit-A/D-Wandlung und den vielen Verarbeitungsphasen von 16-Bit erreicht.
Damit werden auch bei den verschiedensten Beleuchtungssituationen hervorragende Resultate erreicht, unabhängig davon, ob genügend Helligkeit, Hintergrundbeleuchtung oder schlechtes Tageslicht vorhanden ist. Von dieser Technik sind nicht nur die NEF-(RAW)-Dateien von Nikon betroffen, sondern auch JPEG-Dateien, die oft keine weitere Bearbeitung erfordern, so dass sie unmittelbar ausgedruckt werden können. Die exklusive Nikon Expressionstechnologie EXPEED bereitet detaillierte Bilddateien mit rasanter Schnelligkeit auf.
In kaum einer SLR findet man heute so viel Beachtung wie in der D700. Es ist kein Zufall, dass der Vollformat-Sensor eine hervorragende Abbildungsqualität liefert und im Gegensatz zu einigen professionellen Geräten ist dieser Mikron (fast) bezahlbar. Durch die größere Sensoroberfläche sind sie weniger laut, durch den großen Spiegel ist der Bildsucher grösser und heller und die austauschbaren Objektive funktionieren ohne Verlängerung der Brennweite.
Der geänderte Blickwinkel führt bei den kleinen APS-C Modellen zu einer Umwandlung um den Faktor 2,5 (Nikon) oder 1,6 (Canon). 2002 führte Canon als erster Anbieter die professionelle EOS 1Ds, ein Vollformatmodell, ein und entwickelte diese Serie bis zum heutigen Flagschiff 1Ds Markierung III weiter. Als erste für Hobbyfotografen bezahlbare Vollbildkamera diente die EOS 6D, die heute noch für rund 1.800 EUR erhältlich ist, aber inzwischen technologisch veraltet ist.
Im Jahr 2007 stellte Nikon die D3 vor, seine erste professionelle Vollformat-DSLR, die in Bezug auf Design, Performance und Grösse mit den Canon EOS-1D Modellen mithalten kann. Der neue D700 ist mit dem selben Fühler wie der D3 ausgerüstet, aber sein kompaktes Design ist genauso klein wie das des kleinen DS3. Die D700 mit einem Gesamtpreis von 2.600 EUR bewegt sich zwischen der D3 (4.000 EUR) und der DS300 (1.400 EUR) im Nikon-Bereich.
Die Größe des Vollformat-Sensors von Nicon beträgt 36 x 23,9 mm, ist CMOS und verfügt über 12,1 Mio. Pixel. Die Empfindlichkeit erstreckt sich bis zu ISO 6. 400 und kann in zwei Schritten bis zu ISO 125. 600 erhöht werden. Weil unser Bewertungssystem für Spiegelreflexkameras bis zu einem Wert von 1000 EUR ausgelegt ist, da Sie die meisten unserer Lesegeräte zum Photographieren verwenden, erhält die D700 keinen Punkt - aber natürlich ist sie in jeder Hinsicht klar besser als unsere Spitzenreiterin.
Und auch der Zigarettenanzünder ist wirklich schnell: 0,1 Sek. Einschaltdauer, 0,2 Sek. Auslösungsverzögerung und eine Bildrate von 4,9 Frames pro Sek. sind sehr gut. Betrieb, Gehäuse, Statusanzeige und Menü sind weitgehend identisch mit denen der DS300, ebenso wie das AF-Fokussystem mit 51 AF-Feldern, von denen 11 besonders empfindlich gegenüber Querempfängern sind.
Verbesserter gegenüber dem bereits gut funktionierenden DS300 ist der grössere Bildsucher mit einer Bildfeldabdeckung von 95 prozentig, was auch für das etwas höhere Fallbeispiel im Gegensatz zum DS300 verantwortlich ist. Bei Langzeitaufnahmen kann der Bildsucher der D700 gesperrt werden, um Störungen zu vermeiden. Ebenso wie die DS300 ist die DS700 mit Live View und einer Reinigung der Sensoren ausgerüste.
Verglichen mit dem teueren D3 verfügt der D700 über ein Sensor-Reinigungssystem und einen eingebauten Blitzgerät, aber der D3 ist kürzer, verfügt über einen 100-prozentigen Sucher, ein 5:4-Format, zwei Kartenfächer, ein Mikrophon für Bildkommentare, ein zweites Info-Display und einen eingebauten Portraitverschluß. Ähnlich wie bei der D3 können auch bei der D700 Nikon DX-Objektive verwendet werden, die für den kleinen Bildkreis APS-C berechnet werden.
Mit der D700 kann im Menu eine entsprechende Option aktiviert werden, die sie selbsttätig erfasst und in der Objektansicht einen Frame um den verwendeten Sensorfeld darstellt; bei Brillengläsern anderer Hersteller müssen Sie die Umschaltung von Hand vornehmen. Mit der D700 steht eine Top-Kamera zur Verfügung, die keine Wuensche offen laesst. Trotz professioneller Leistung dieser kompakten Vollformat-DSLR liegen die Preise mit 2.600 EUR (ohne Objektiv) weit unter dem Wert einer D3 oder Canon EOS 1Ds Mk III.
Die Canon EOS 4D - auch eine praktische DSLR im Vollbildformat und noch 800 EUR billiger - könnte nur auf den ersten Blick eine gute Wahl sein, aber ihre Leistungsfähigkeit und Ausrüstung kann nicht mit der D700 konkurrieren. Diejenigen, die auf das volle Format verzichtet haben, erhalten mit der D300 eine sehr gute DSLR, die viele Funktionen mit der D700 verbindet, außer dem Aufnehmer.