Zusätzlich Eigentümer kaufte eine Beschwörung 3,5/35 Millimeter und eine 4/90 Millimeter - damals die übliche Ausrüstung mit (modern gesehen) einem leichten Weitwinkel und einem Linse mit längerer Brenngröße. Weil der Bildsucher des IIIf nur ein recht deutlich reduziertes Bildsucherbild und auch nur für die normale Objektivbrennweite von 50mm bietet, benötigt man entweder einen Spezialsucher für jede benutzte andere Objektivbrennweite, oder aber einen universellen Bildsucher mit verstellbarem Bildsucherrahmen, wie er in diesem Falle an der Digitalkamera vorhanden ist.
Dieser mit dem Kennwort VIOOH gekennzeichnete Bildsucher erzeugt ein aufrechtes, korrektes Seitenbild mit dem von Benützer gesetzten Suchtrahmen. Verkäufer für rechnet sich die Digitalkamera im Stand B+ und drei Objektiven zusammen 1100 â'¬. Das ist ein vergleichsweise teurer Betrag angesichts der aus heutiger Sicht nicht zwangsläufig interessanten Linsen mit vergleichsweise niedrigem Preisniveau, aber trotz des Sieges der Digitalfotografie erzielt die ältere Leica auch heute noch vergleichsweise gute Erlöse.
Doch auch heute, im Alter der Digitalfotografie, zeigen die Erfahrungen: Wenn man ein wenig Zeit hat, geht mit der Zeit beinahe alles über die Bühne, wenn man auf der Leica nachliest.
Getreu dem Leitspruch "Never change a winning team" waren meine wichtigsten Werkzeuge die Leica mit 50mm Summilux und die Leica Q. Ich brauchte eine Analogkamera, natürlich meine Lieblingskamera, die M6 TTL mit 35mm Summilux und Kodak TMax400. Doch es gab auch einen Witzbold.... und seine Präsenz erfordert ein wenig Geschichte: In meinem letzen Bericht habe ich Mikes Bericht über die Besichtigung der Leitz-Werke durch eine englische Abordnung 1946 übersetzt dabei ging es im Originalreport des "British Intelligence Objectives Sub-Committee " beinahe alles um die Herstellung der damals jetzigen Leica ILC.
Wilhelm Fagan, Kollektor und Experte für Leica Modelle, hatte einige Fotos von Leica III Exemplaren beigetragen. Bei der Betrachtung der Fotos einiger Schraubenleicas sind mir auch einige Tasten und Schalter aufgefallen, deren Funktionen ich nicht zuweisen konnte. Was ich nicht über Schraubenleicas wußte, konnte Büchereien ausfüllen. Durch die " Schritt- und " Non-Stepper " Sache habe ich rasch gefunden, wonach ich gesucht habe (ich denke im Leica Wiki).
Der Rückspulhebel befindet sich bei den älteren IIIc-Modellen auf einer kleinen Ebene, aber nicht später. Der nächste Programmschritt zur Beseitigung der Schraubleica-Ignoranz: das intensive Studieren einer Leica IIIf-Bedienungsanleitung (Quelle auch Leica Wiki). Mein Kinn knickte zusammen, als ich eine Leica IIc "Luftwaffe" für 10 000 EUR bei eBay traf (aber auch in sehr gutem Zustand).
Im Leica Shop in Wien habe ich ein hübsches, gut konserviertes Exemplar für 590 EUR gefunden. Dies war ein guter Wert, da es eine Linse enthielt, und nicht irgendeine Linse. Früher hatte ich eine Serie von viel schlechteren Gehäusen ohne Objektive für mehr Gehalt erlebt. So kaufte ich mir ein Leica IIIf "Black Dial" von 1951 mit einem 5cm Gipfel f/2.0. Das Glas, ein direktes Vorgängermodell des Summicrons, gilt als "trickreich", zog mich aber auch wegen seiner Lichtintensität im Vergleich zum üblichen 5cm Elmar f/3.5 an. Die Fotokamera kam am Samstagmorgen, dem Tag des Konzertes, an.
Die habe ich aus dem Packmaterial gewickelt und da waren sie wieder: die für Leica typische Schwingung, die man fühlt, wenn man sie in der Hand hat. Die Linse war sauber und ohne Pilz- oder Staubablagerungen, Blende und Distanzringe verliefen mit dem entsprechenden Wiederstand. Um das Sucherlebnis einer Leica III zu vermitteln, muss man nur ein " normales " Motiv mit dem Zielsucher vor ein Keyhole stellen und durchschauen - fertig, der Tunnelschein gibt gleich das Schraubleica-Gefühl (Hinweis: Das ist nur ein Witz!).
Mein "Arbeitspferd" Leica Q und Leica 10 Außerdem das M6 TTL, mit dem ich bereits einen Halbfilm während der Proben am Tag zuvor aufnahm. Ich habe eine Kodak TMax 400 in die Leica IIIf eingebaut. Wer das nicht beachtet, wird Oskar Barnacks Revanche zum Verhängnis.... mit anderen Worten, der Streifen bleibt stecken, befördert sich nicht selbst oder "tut nur so" und steht danach mit leeren Händen da.
Jedenfalls war der Spielfilm dabei, aber ich hatte nicht vor, etwas "Wesentliches" mit der Fotokamera zu photographieren. Die erste Belichtung erfolgte in TTL. Doch wann immer ich konnte, griff ich mir die Leica IIIf und verwandelte mich in die Hektik. Ich hatte die Belichtungsdauer mit dem TTL (einmal!) und mit dem 400 Grad Celsius großen Filter (ich habe den Gelb- oder Orangenfilter weggelassen, ich hatte eh keinen für das Objektiv) bis zu 1/60 Sekunden bei f/2 Zeit.
Bei den ersten Aufnahmen hätte ich den ganzen Tag auf 800 oder sogar 1600 ASA drücken können, aber ich wußte nicht, ob ich den ganzen Streifen ausfüllen würde. Ich wollte schließlich nicht direkt in den Größenwahnsinn gehen, sondern mich erst mit der Fotokamera erwärmen. Linse wurde herausgezogen, Abdeckung nach unten, Öffnung bei 2, Zeitknopf bei 1/60 (kann nur im vorgespannten Modus eingestellt werden, sie rotiert mit dem Auslöser.
Es folgte heute der mit großer Erwartung entstandene Kinofilm. Schrott: drei, vier wackelige (1/60 Sekunde bei 50mm ist doch nicht sehr kurz), mehrere, wo ich aus Sicherheitsgründen ein Doppelbild desselben Motivs gemacht habe und einige, wo die Schauspieler auf einmal weggeschaut haben oder so ähnlich. Die " Vintage " Wirkung der Bilder wird klar, wenn man sie mit einigen der f/1. 4 Bilder der 35 Summlux vergleiche.
Es hat wenig mit der Fotokamera zu tun. Wenn ich ein ähnliches Hochleistungsobjektiv für die Leica IIIf hätte, wäre es unmöglich zu sagen, welche der Kameras verwendet wurde. Schließlich darf man nicht übersehen, dass ich die Fotokamera weniger als einen halben Tag hatte, nicht wußte, ob der Auslöser in Ordnung war, der Sucher ziemlich ungewöhnlich war, das Sucherobjektiv eine ungewohnte Grösse hatte, usw....
Ich arbeite mit Fotografien, je mehr Zeit ich habe, umso einfacher ist es für mich, nur eine einzige Fotokamera mit einem oder zwei Linsen zu nehmen.