Canon Powershot G12

Kanonen-Powershot G12

Die Canon PowerShot G12 rotierende Ansicht Die Canon PowerShot G12 präsentiert im Rahmen der fotokina 2010 ist der Ersatz der Canon PowerShot 11, die besonders bei anspruchsvollen Laien beliebt ist (siehe auch unser Testprogramm für die Canon PowerShot G11). Verschieben Sie den Cursor im Foto von oben nach unten, um die Maus zu rotieren. Hier sind die technische Ausstattung der Canon PowerShot G12 und das Inhaltverzeichnis aller Testberichtsseiten.

PowerShot G12 Bridge-Kamera, Kompaktkamera

Die PowerShot G12 ist eine kompakte Maschine, die sich durch hohe Qualität und Zuverlässigkeit auszeichnet. Besonders hilfreich ist dabei, dass das Glas beim Ausschalten im Inneren der Kammer untergeht. Die G12 ist jedoch deutlich zu groß für die Tasche und mit einem Eigengewicht von rund 400 g ist die Maschine auch kein leichtes Gerät.

Die Canon hat auf einem Metallgehäuse qualitativ hochstehende Kunststoffgehäuse montiert, so dass die Kameras nicht nur für gelegentliche Schnappschüsse verwendet werden können. Sie bieten ausreichend Raum für eigene Taster und Switches. Er befindet sich unter dem Moduswahlschalter, auf dem Canon mindestens die zehn bedeutendsten Basisfunktionen hat.

Die PowerShot G12 ist damit wesentlich leichter zu bedienen als die meisten anderen kompakten Kameras. Denn gerade weil Canon dem G12 jetzt wieder ein Frontzifferblatt gegeben hat - das war beim 2004er Modell das letzte Mal der Fall Mit diesem "Fingerrad" können beispielsweise Verschlusszeiten oder Blendenwerte ebenso einfach eingestellt werden wie mit einer Spiegelreflex-Kamera.

Auch das für Canon typische "Lenkrad" auf der Rückseite der Kameras kommt nicht zu kurz, und die Techniker haben auch für eine Schaltfläche zum Speichern der Messwerte Raum geschaffen. Übrigens hat die G12 keinen eigenen "Trigger" für Videoaufnahmen, so dass die Kameras erst in den Videomodus auf dem Moduswahlschalter geschaltet werden müssen, um zu drehen. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten hat Canon hier nur in zwei Bereiche (Register) untergliedert.

Zusätzlich zum Hauptmenu verfügt die G12 über ein Schnellmenü, mit dem die wesentlichen Einstellungen je nach gewähltem Aufzeichnungsmodus einfach und rasch verändert werden können. Aber das ist noch nicht alles, die G12 kann weiter individualisiert werden. Außerdem gibt es eine Kurzwahl-Taste, die fast jeder beliebigen Taste zugeordnet werden kann. Die PowerShot G12 passt dank des etwas sperrigen Koffers sehr gut in die Hände, sie kann auch mit einer einzigen Handfläche gehalten werden.

Außerdem gibt es genügend Raum für einen Bildschirm mit einer dezenten Diagonale von 2,8 Inch. Ähnlich wie sein Vorgänger dreht und schwenkt dieser Bildschirm, so dass das Bild des Suchers in nahezu jeder Aufnahme-Situation immer im Blickfeld ist. Canon hat die Bildschirmauflösung nicht verändert: sie ist noch ausreichend, aber nicht ganz aktuell 461.000 Pixel.

Dort wird man kaum auf den ebenso bestehenden Optiksucher zurÃ??ckgreifen, zumal dieser nur etwa drei Viertel vom tatsÃ?chlichen Bildausschnitt heraufzieht und darÃ?ber hinaus auch noch einen starken Parallaxenfehler in Nahbestimmung an den Tag legt. Die Dreibeingewinde aus solidem rostfreiem Stahl wurden von Canon etwas ungünstiger platziert: Er liegt nicht in der Lichtachse und ist so nahe am Karten- und Batteriefach, dass er nicht geöffnet werden kann, wenn die Schnellspannplatte angebracht ist.

Eigenschaften Wie es sich für eine Profi- oder "geniale" Digitalkamera eignet, fehlt der G12 fast nichts. Außerdem verfügt sie über eine semi-automatische Belichtungskontrolle, und Schärfe und Belichtungszeit können auch von Hand gesteuert werden. Die G12 hat auch eine völlig neue HDR-Funktion an Board. Als eine der wenigen Kompakt-Kameras verfügt sie über einen Blitz-Schuh und kann, ausgerüstet mit den dazugehörigen System-Blitzgeräten, auch die erweiterte Canon Blitzsteuerung E-TTL auslösen.

Die kabellose Ansteuerung von entsprechenden "Speedlight"-Blitzen ist auch mit dem G12 möglich, leider nicht mit dem kamerainternen Blitzgerät als Vorbild. In der Regel ist diese innere Lichtquelle allein schon sehr nützlich und kann auch sehr genau konfiguriert werden. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, hat Canon das Glas mit einem Brennweitenumfang von 28-140 Millimetern (bezogen auf 35 mm) erneuert.

Er ist mit dem gleichen "Hybridstabilisator" ausgestattet, den Canon kürzlich mit dem EF 100 Millimeter 2.8 Macro IS USM einführte. Wie Canon feststellt, erlaubt der visuelle Stabilisator bis zu vier Belichtungsebenen höhere Aufnahmezeit. Bei der G12 ist zusätzlich eine elektrische Libelle hinzugekommen, die anzeigt, ob die Waage auf Anfrage horizontal (entlang der Längsachse) geführt wird - die Libelle weist jedoch keine Abweichungen von der Waagrechten entlang der Transversalachse ("Pitch") auf.

Zusätzlich zu diesen Profi-Features ist die G12 auch für den weniger ehrgeizigen Fotograf eine wertvolle Hilfe. Das G12 kann auch mehrere Seiten im Bildteil erkennen. In diesem Falle können die Bedientasten verwendet werden, um das von einer Gruppe von Personen gewählte Gesicht zu fokussieren. Die G12 verfügt über einen "Blinktimer", um zu vermeiden, dass eine gesenkte Lidspalte erfasst wird.

Sobald das automatische System ein Bild erfasst hat, hält die Fotokamera es scharf, auch wenn es sich innerhalb des Bildbereichs befindet. Vor allem bei hohen Brennweiten kann die Digitalkamera mehr als eine Sekunde fokussieren - das ist nicht gerade für Schnappschüsse geeignet. Auch in punkto Videos hat Canon den G12 gegenüber seinem Vorgänger weiterentwickelt.

Auch eine Anschlussmöglichkeit für ein externes Mikrofon ist nicht vorhanden. Das G12 verfügt über einen echten 3-Wege-ND-Filter, der sich leicht einschalten läßt. Bei der Wiedergabe können Videos auch in der Videokamera bearbeitet werden. Es ist nur bedauerlich, dass die G12 keine RAW-Aufnahmen vor-Ort möglich macht. Canon hatte mit dem Modell eine radikale Verbesserung der Bildwiedergabe im Gegensatz zu seinen Vorgängermodellen erreicht:

Abseits von der reinen Anzahl der Mega-Pixel zu einem ausgeglichenen Auflösungs- und Größenverhältnis der jeweiligen Sensoren. Die PowerShot G12 ist bei diesem eher zurückhaltenden Design erhalten und verfügt über eine Sensorauflösung von 10 Megapixeln bei einer Grösse von 1/1.7 Inch. Canon zufolge wurde der Aufnehmer weiter optimiert und soll nun zusammen mit dem Digic 4 Signal Prozessor eine deutlich verbesserte Abbildungsqualität als sein Vorgänger bereitstellen.

Unglücklicherweise sinkt die Bildschirmauflösung in einigen Fällen auf unter 60 % ab. Besonders zu begrüssen ist, dass Canon nicht den Verlust von Details durch übermäßiges Nachschleifen zu kompensieren sucht und dass die G12 beim Schleifen sehr diskret ist. Die Schärfe -Artefakte sind der Fotokamera fast nicht bekannt, und der Artefaktwert unseres Prüflabors ist dementsprechend gut.

Der Tonwertverlauf des G12 ist ebenfalls weit entfernt von jeglicher Effektfummelei: Er läuft fast geradlinig bis dunkelgrau, und noch dunkelere Klangwerte werden etwas verdichtet, also stärker nachgestellt. Trotzdem ist es den Ingenieuren von Canon gelungen, den Lärm sehr gut zu kontrollieren. Sie ist bis ISO 800 fast kritiklos, das besonders störende Farbgeräusch tritt fast gar nicht auf.

Die Ausgangsdynamik der G12 ist ebenfalls wesentlich besser als bei vielen anderen Modellen, und der theoretische Dynamikbereich von 256 Helligkeitsstufen wird von der G12 fast optimal ausgenutzt. Schlussfolgerung Auch Gutes kann man noch besser machen - das beweist Canon mit dem derzeitigen Flagschiff der PowerShot-Serie, der G12, sehr eindrücklich. Die G12 verfügt mit ihrem klapp- und neigbaren Bildschirm sowie den zugehörigen Zifferblättern über eine in dieser Klasse beispiellose ergonomische Ausstattung.

Der G12 ist exzellent ausgerüstet und verfügt über viele Erweiterungsoptionen mit optionalem Zusatz. Die PowerShot G12 ist besonders als einfache und leistungsstarke Reise- und Reportkamera zu empfehlen.