Von meiner täglichen Tätigkeit in der Hochzeits-Fotografie mag ich die klassischen 35mm-Brennweiten von zu Hause aus, also war es klar: Sie kaufen die Fotokamera! Nachfolgend möchte ich Ihnen einen kleinen Erfahrungsbericht mit der X100T vorstellen - wie ich die Qualität des Bildes, das Handling und das Gefühl mit der Fotokamera empfunden habe.
Der Fotoapparat fühlt sich sehr wertvoll an. Alles in allem hatte ich das gute Stück Technologie in der Tasche, wenn ich sie benutzte. Das Zifferblatt oben rechts hat ein klares Erscheinungsbild und ist sehr gut handhabbar, so dass die Aufnahme immer das richtige Bild hat.
Das hat wirklich viel Spass gemacht. Bei großen Händen kann der X100T jedoch rasch zur Qual werden, die Tasten, Rollen und vor allem die Iris und der Fokussierring erfordern bereits sehr viel Präzisionsarbeit. Manuelle Fokussierung macht hier nur teilweise Spass, oft fühlte ich es zu knifflig und in Zeiten, in denen die Zeit drängt, suchte ich oft nach dem Fokussierring oder ich habe ihn verpasst.
Die Blende liegt sehr dicht am Gehäuse an und erfordert auch hier eine hohe Empfindlichkeit. Der Kamerastandpunkt ist leicht "genoppt". Durch das Magnesiumgehäuse ist das Tragegefühl wirklich gut, aber meiner Ansicht nach hat Fuji alles richtig gemacht. Der Fotoapparat liegt so gut in meiner Handfläche und ich hatte nie das Gefuehl, dass er mir aus der Handfläche rutscht.
Im Post-Processing waren 3 Blendenstufen kein Hindernis, eine große Errungenschaft für eine so kleine Cam. Im JPG-Modus sind Farbe und Kontrast besonders gut, Fuji hat es sehr gut verstanden, Hautfarben zu reproduzieren. In Verbindung mit der 23mm F2 von Fjinon jedoch eine auch für schlechte Lichtverhältnisse geeignete Fotokamera.
Damit verfügt die Digitalkamera sowohl über den herkömmlichen als auch über den Digitalsucher. Beide können durch einfaches Betätigen des vorderen Schalthebels gewechselt werden. Sie kombiniert die Stärken des Digitalsucher mit denen des Klassikers. Der optische Bildsucher hat eine gute Bildauflösung, aber immer noch zu wenig Pixel für meinen Gaumen.
Wirklich lustig ist es, alle wichtigen Größen im Viewfinder zu betrachten und die Effekte sofort durchzusehen. Die imitierte Querschnittsanzeige ist besonders kühl, ein kleines schwarz-weißes Quadrat im Bildsucher unterstützt die Fokussierung und "verdeckt das Bild". Beinahe wie eine Analogkamera - aber nur beinahe, weil mich das Prinzip nicht wirklich überzeugt hat.
Der Schnittbildplan war mir zu schmal und fehlerhaft. Im Großen und Ganzen kann Fuji jedoch mit dem übersichtlichen und für die Kameragröße recht großen Bildsucher punkten. 2. Ein paar Bemerkungen zum Thema Autofocus - für mich einer der wesentlichen Punkte einer gelungenen Fotokamera. Unglücklicherweise muss ich hier große Opfer bringen, denn der Autofocus im Fuji X-100T ist für meinen Gaumen nur schwerfällig.
Alles in allem war das Defizit auch das K.O.-Kriterium für mich: Ich habe den Fuji X100T nicht mehr, er ist mir schlicht zu schwerfällig. Hier zahlt sich das Premium-Kompaktkonzept aus, das Leica-Feeling zahlt sich bereits aus und die Fotokamera macht viel Spass. Es gibt hier ganz einfache und hochwertige Digitalkameras und Zubehör von Sony und Olympus.
Wer eine elegante und qualitativ hochstehende Fotokamera sucht, für den ist die Fuji-X100T eine gute Entscheidung.