Betrieb - Praktischer Test Sony Cyber-shot DSC-RX100: Rennaissance der Kompaktkamera-Klasse
Das bedeutet nicht die 13 Szenenmodi, die der Benutzer mit einer Drehung des Multifunktionsrades oder des Objektivrings rasch durchlaufen kann, sondern auch HDR-Bracketing, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Autofokus-Optionen, Bildverfremdungsoptionen und vieles mehr. Die Bedienungsanleitung steht in Papierform zur Verfügung und kann auch als PDF angesehen werden - auch im Internet für alle, die sich mit der Bedienung des Steuerungssystems auskennen.
Letztere können von der Sony Website für Windows und Mac OS X heruntergeladen werden. Ist z. B. der Automatikbetrieb aktiv, kann der RX100 quasi über den Verschluss bedient werden - die Einstellung der Lichtstärke und weitere Belichtungsparameter werden dann von der Auswerteelektronik übernommen. Der Fotoapparat ist rasch angeschaltet und einsatzbereit.
Der RX100 ist sehr kompakt - und trotzdem gut in der Hand, was auch an der strategischen Positionierung der Griffschale oben links zu erkennen ist. Trotzdem gibt es einige unangenehme Einzelheiten. Dies führte in unserem praktischen Test rasch zu unerwünschten Anpassungen, was besonders bei den wichtigen Parametern wie der Blende nervt.
Das Drehen des Ringes wird auf elektronischem Wege an die Digitalkamera übertragen (Drive by Wire). Der sehr schnelle und präzise Auto-Fokus des RX100 macht jedoch eine manuellen Fokussierung überflüssig. Im Weitwinkelbereich und bei f/1.8 ist das Motiv etwas flacher. Die Nahaufnahme der Kameras ist etwas unerfreulich.
Bei der Einstellung 28 mm beträgt der minimale Abstand ca. 5 cm. Weil in der Digitalkamera kein Neutralfilter integriert ist und keiner angeschraubt werden kann, hat die grösste Blende von f/1.8 in der Weitwinkelposition in normalerweise heller Umgebung zusammen mit der kleinsten Belichtungsdauer von 1/2.000 Sekunden den Vorteil, dass eine Überbelichtung von Bildausschnitten rasch erfolgen kann.
Die hohe Lichtintensität wird daher fast nur von denen genutzt, die bei schlechten Lichtverhältnissen aufnehmen, aber nicht, um Gegenstände zu beschneiden und den Untergrund zu verwischen.