Die Stromversorgung erfolgt nicht über einen Steckverbinder, sondern über eine Gummikappe am Batteriefach, so dass ein Batterie-Dummy mit Anschlusskabel zur Stromversorgung der Kameras verwendet werden kann. Letztere hat eine Bildschirmauflösung von 1,44 Millionen Pixel, was 800 x 600 echten Farbpixeln entsprich. Übrigens kann die Digitalkamera die Helligkeit des Monitors in Abhängigkeit vom Umgebungslicht einstellen, was sehr nützlich ist.
Er kann nicht nur rotiert, sondern auch betätigt werden, um seine Einstellfunktion zu ändern, z.B. von Blenden- auf Zeiteinstellung. Die Panasonic Lumix DMC-GH1 ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Anwender konzipiert. Dabei wird nicht nur der richtige Aufnahmemodus gewählt, sondern auch die bestmögliche Abstimmung von Lichtempfindlichkeit (abhängig von der Bewegung des Motivs), Blendeneinstellung und Zeit.
Durch den Positionssensor erfasst die Digitalkamera auch Hochformatbilder selbstständig. Während der Aufzeichnung und des Abspielens wird dann exakt angezeigt, wer wann und in welchem Alter erfasst wurde - zu Jahr, Tag und Jahr. Auch die Abspielfunktion kann auf detektierte Flächen beschränkt werden. Wenn Sie selbst entscheiden möchten, wie die Digitalkamera Bilder aufnimmt, finden Sie umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.
Angefangen von der Lichtempfindlichkeit, die in Schritten von 1/3 EV von ISO 100 bis 3.200 gewählt werden kann, bis hin zur Belichtungsdauer und Blendeneinstellung ist alles von Hand regelbar. Die kabellose Auslösung von externen Blitzen ist zwar nicht möglich, aber es gibt einen Standard-System-Blitzschuh, der am besten mit Panasonic- oder Olympus-Blitzen funktioniert, andere können nur durch Blitzschuhkontakt auslöst werden.
Hervorzuheben ist jedoch die hervorragende Funktion der DMC-GH1, die über eine Videoüberwachung verfügt. Auch im Videobetrieb verfügt die Digitalkamera über nahezu alle gestalterischen Funktionen wie z. B. die Kontrolle von Blendenöffnung, Lichtempfindlichkeit und Zeit. Bei Full HD nimmt die Digitalkamera in der Quasi-Standard-Camcorder-Welt - AVCHD - auf, wodurch die Aufnahmezeit pro Bild (in Europa) auf 29:59 min begrenzt ist.
Abhängig vom Modus nimmt die Digitalkamera 25 (FullHD in AVCHD), 30 (Quicktime) oder 50 (HD in AVCHD) Frames pro Sek. auf - diese Spezifikationen sind auch nur für die PAL-Version des GH1 gültig. Natürlich bietet Panasonic auch ein einfaches Videoschnittprogramm an. Linse Das Panasonic GH1 ist Teil des neuen Micro FourThird Systems.
Er ähnelt dem herkömmlichen FourThird, verwendet die gleiche Sensorgrösse (Brennweitenverlängerungsfaktor 2.0), hat aber eine viel kleinere Rückbrennweite, was sowohl eine kleinere Kompaktkamera als auch Kompaktobjektive - insbesondere im Weitwinkel-Bereich - ermöglicht, wie Panasonic mit den neuen 7-14 Millimetern, die wesentlich kleiner sind als Olympus' Vier-Drittel-Pendant, eindrücklich demonstriert.
Ärgerlich an dem Gerät ist, dass Panasonic im Unterschied zu Olympus, der den Bildaufnehmer stabilisiert, auf die Bildstabilisation im Glas angewiesen ist, aber nicht alle Linsen damit ausrüstet. Damit können nicht nur die zum Teil autofokussierten FourThird-Linsen, sondern jetzt auch Leica-M-Linsen eingesetzt werden - mit genauer Handfokussierung über Lupen auf der Sensorseite.
Der im GH1 verwendete Fühler unterscheidet sich geringfügig vom FourThirds-Standard. Panasonic hat mit dem GH1 ein neuartiges Kit-Objektiv, das 1:4-5,8/14-140mm, eingeführt, das für die Aufnahme von HD-Videos besonders geeignet ist. Auf der einen Seite sind Autofocus und Blendenöffnung besonders geräuscharm, auf der anderen Seite kommt ein spezielles Autofokusgetriebe zum Zug, das nicht mit einem Rotationsmotor funktioniert, sondern die Objektive im Glas geradlinig vorwärts und rückwärts drückt.
Dies ist auch bei Videoaufnahmen spürbar, der Autofocus ist nicht zu hören, und die Autofokusnachführung funktioniert sehr rasch, ist überhaupt nicht aufgeregt und pumpen oder kaum spürbar, da der Fokuspunkt nicht wie bei anderen Live-AF-Varianten über einen großen Bereich bewegt wird und die Kamera nicht mehrfach hin- und herfokussieren muss.
Sie können aber auch ein Autofokusfeld wählen und es beliebig auf dem Bild bewegen. Ein Jammer ist jedoch der eher langsam und laut wirkende Auslöser der Digitalkamera. Die Panasonic Lumix DMC-GH1 musste das Potenzial der Bild-Qualität nicht nur in der Anwendung, sondern auch im Prüflabor demonstrieren.
Im Laborversuch wird eines deutlich: Panasonic hat einige Schwachstellen des G1 beseitigt, so dass der GH1 in der Summe besser abgeschnitten hat als seine Vorgängerin. Durch die effektive 12 Megapixel Bildauflösung des Sensors stellen die Mikro FourThirds höchste Anforderungen an das eingesetzte Objektive und die kamerainterne Bildverarbeitung. Panasonic gleicht das Bildrauschen sehr gut über alle Sensibilitäten aus, Farbstörungen treten nicht auf.
Daher sollte die Digitalkamera für eine gute Abbildungsqualität bis max. ISO 800 verwendet werden, darüber hinaus nur im Ernstfall. In der Anfangsdynamik zeigen sich Schwächen in den nicht vorhandenen tiefschwarzen Tönen, die sonst überraschend neutrale lineare Klangwertkurve verläuft hier sehr zart. Das 14-140mm Objektiv weist bei der Bildauflösung die typischen Super-Zoom-Schwächen auf.
In der Mitte des Bildes ist die Bildauflösung recht gut, weist aber einen ausgeprägten Kantenabfall auf. Ein zweistufiges Verschließen der Apertur führt hier nur zu einer unwesentlichen Verbesserung, wodurch die Auflösungen in der Mitte des Bildes bereits durch die Diffraktion sinken. Bei einer durchschnittlichen Brenndauer von ca. 45 Millimetern (oder 90 Millimeter auf 35 Millimeter umgerechnet) ist die Bildauflösung am besten.
Das Artefakt der Feinstrukturen ist aufgrund der nicht ganz so guten optischen Qualität nicht sehr stark vertreten, nur aufsteigende Objekte weisen vor allem Farbmoirées auf. Der Grund, warum sie nur in eine bestimmte Richtungen verlaufen, ist, dass Panasonic den Anti-Aliasing-Filter schräg gestellt hat, um Interferenzen auf feine Oberflächen zu reduzieren.
Der Randabfall der 14-140er ist recht klein und kann nur in den äußeren Ecken des Bildes beobachtet werden, weist aber bei offener Blende einen unattraktiven Spontananteil auf, wobei das Dimmen eindeutig Abhilfe schafft. Die Linse ist bei mittleren und langen Brennweiten nahezu verzerrungsfrei. Die Bildwiedergabe ist in der Regel sehr ausgeglichen mit einer ansprechenden Detail- und Farbwiedergabe.
Gewöhnlich ausgenommen ist das warme künstliche Licht (Glühlampen, Teelichter etc.), hier ist ein Farbton nach gelb-orange-rot zu erkennen. Aber auch bei schwierigen Lichtbedingungen kann die automatische Anlage übersteuert werden - hier sind die Fähigkeiten des Photographen gefordert, die Kameras bieten in jedem Fall alle notwendigen Eingreifen. Schlussfolgerung Die Panasonic Lumix DMC-GH1 ist eine konsequente Weiterführung der kleinen Sister-G1.
Durch einfache und zuverlässige Automatik-Funktionen und die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten sollten sich sowohl Anfänger als auch Profis gut mit der Digitalkamera auskennen.