Die Leica CL hingegen basiert auf den Sucherkameras der M-Serie, verbindet diese aber mit komfortableren Abmessungen, einem direkteren Zugriff und einem elektronischem Zielsucher. Der CL ist mit dem integrierten EVF ein entscheidender Qualifizierungsfaktor für anspruchsvolle Fotografie unter allen Lichtverhältnissen. Das CL-Gehäuse ist für rund 2500 EUR zu haben, was für Leica-Standards recht mäßig ist.
Schwieriger ist es, einen Preis von 1.550 EUR für einen Standard-Zoom wie den Vario-Elmar TL 3,5-5,6/18-56 Millimeter Asph zu erkaufen. Die Metall-Gehäuse der Leica CL vermitteln sofort den hohen Wert, den der red dot auf der Front versprechen würde.
Mit 1200 Milliamperestunden ist der Lithium-Ionen-Akku BP-DC12 im Leica CL etwas leistungsfähiger als die Stromversorgung des Modells TL 2 (985 Milliamperestunden). Nicht im Leica CL zu finden sind Verbindungen, z.B. für ein USB- oder HDMI-Kabel. Dies hat gegenüber der Variante TL 2 den Vorteil, dass der Akkupack nicht über USB in der Fotokamera aufgeladen werden kann.
Das integrierte EVF verfügt über eine Bildauflösung von 786. 666 RGB-Pixel und ein Sucherbildformat mit 0,74facher Vergr? Der Sucher der Leica CL ist von höchster Qualität: Licht stärke, Farb- und Kontrastreproduktion sind kein Grund zur Beanstandung. Er kann nur gedreht werden, wenn er ein wenig aus dem Körper gezogen wird - angenehm, denn ein nicht abschließbares Diopterrad kann zu einem dauerhaften Ärgernis werden.
Zusätzlich zur automatischen Messfeldauswahl verfügt die Messkamera über ein Spot- und eine Punktemessung mit einem etwas größeren Messbereich. Wenn einer der beiden Messmodi voreingestellt ist, kann das Meßfeld mit den Richtungstasten des Drehschalters oder - wie bereits beschrieben - durch Antippen von AF verschoben werden. Zusätzlich zu den Standardbelichtungsmodi (P, A, S, M) verfügt die Leica über ein gutes Dutzend Aufnahme-Modi (inklusive HDR) und einen vollautomatischen Modus (Auto).
Der letzte Menüeintrag im Favoritenmenü führt Sie zum Gesamtmenü mit 37 Einträge auf fünf Unterseiten. Der Funktionsumfang öffnet sich rasch, die Bedienung der Maschine ist nach einer kurzen Einarbeitung einfach und übersichtlich. Der CL nach ISO 800 erzielt mit seinem 24 Megapixel Sensor und einem Maestro II Bildprozessor eine hochauflösende Bildqualität von über 1.800 LP/BH und deutlich bessere Totraumwerte als sein Schwestermodell TL2.
Erstens, weil die externe RAW-Verarbeitung eine optimale Anpassung der Rauschunterdrückung an die ISO-Einstellung ermöglicht. Im ColorFoto-Test hat die Leica TL2 vor allem wegen des fehlenden Direktzugriffs und eines nicht optimalen Suchers ein gemischtes Gefühl hinterlassen - das Schwestermodell CL überzeugte auf den ersten Blick. Sie ist ein stabiles Hilfsmittel für die Bildaufnahme, exzellent bearbeitet und darüber hinaus eine klassisch schöne Sache.
Das Sony Alpha 7 III vereint Komponenten der Profi-Modelle in sich - zu einem wesentlich günstigeren Preis. Der neue DC-GX9 von Lufthansa Technik verfügt über viel Spitzentechnologie in seinem niedlichen kleinen Gehäuse - und das zu einem Preis von rund 800 EUR.