Die Hasselblad H4D-40 ist im Verhältnis dazu nahezu preiswert: Sie kostete lächerliche 13.000 EUR, eine Linse vom Type HC 2,8/80 EUR ist für rund 1.600 EUR erhältlich. Mit 33,1 x 44,2 Millimetern verfügt der CCD-Sensor der H4D-40 über eine rund 70-prozentig größere Oberfläche als die bisherigen 35-Millimeter-Kameras und eine Bildschirmauflösung von 40 Megapixel (7304 x 5478 Bildpunkte).
Leica entschied sich für einen mit Kodak neuentwickelten CCD-Sensor, der in puncto Grösse und Bildauflösung etwas kleiner ist (7.500 x 5.000 Bildpunkte, 37,5 Megapunkte, 45 x 30 mm), aber dem gewohnten 3:2-Seitenverhältnis eines 35-mm-Bildes in dieser Größenordnung entsprecht. Modulare versus kompakte Das H4D-40 basiert auf zwei Hauptkomponenten: Trotzdem liegen sie gut in der Luft.
Für die Direktanzeige steht auf der Rückseite ein 3-Zoll-TFT-Display zur Verfügung, das mit fast 77.000 RGB-Pixeln die Doppelauflösung der neuen Serie erreicht, aber weit vom derzeitigen Standart von 300_000 RGB-Pixeln entfremdet ist. Mit der neuen S1 geht Leica einen völlig unabhängigen Weg ins Mittelformat: Die Aufnahmekamera verfügt über das Kameragehäuse einer 35mm SLR - nur "geringfügig" vergrößert.
Verglichen mit dem H4D-40 sieht er extrem griffig aus, ist nahezu 400 Gramm schwerer und viel kleiner als der H4D-40. Ebenso wenig verfügt der S1 über eine Live-Ansicht, sondern über einen großen visuellen Bildsucher. Dazu kommt ein brillanter 3-Zoll-Bildschirm, der mit rund 153000 RGB-Pixeln nahezu die doppelte Bildauflösung des H4D-40 aufweist.
Es gibt keinen eingebauten Blitz, der dazu passenden aufsteckbaren Blitz SF 58 von Leica kosten ca. 600 EUR. Das H4D-40 ist vollgepackt mit Steuerungen, Schlüsseln und Switches, die einen raschen Zugang zu allen wesentlichen Funktionalitäten ermöglichen. Verglichen mit KB-SLRs ist die Struktur ungewohnt, aber raffiniert. Mittel- oder SchlitzverschlussDie H4D-40 funktioniert mit zentralen Verschlüssen in den Linsen, die S2 mit einem flachen Verschluss in der Kammer sowie mit zentralen Verschlüssen in einigen Linsen.
Die HC-Objektive von Hasselblad ermöglichen Laufzeiten von 256 bis 1/800 s. Der Blendenverschluss der Fachkamera, der Zeiträume von 32 s (B 120 s) bis 1/4000 s anbietet, und wahlweise der zentrale Verschluss, der in den hochwertigeren CS-Objektiven integriert ist. In Kombination mit dem Leica Flash SF 58 ermöglicht der R2 auch den HSS-Blitzbetrieb.
In diesem Blitzmodus können Verschlussgeschwindigkeiten über der synchronen Zeit 1/125 mit einem vorgewählten Focal-Plane-Verschluss (FPS), also bis zu einer kürzestmöglichen Zeit von 1/4000 s mit entsprechender Reduzierung der Führungszahl, verwendet werden. Die Hasselblad H4D-40 zeichnet Datensätze im RAW-Format auf. Die Hasselblad-Anwendung " Phocus " ist in der 2.0.1 enthalten, um TIFF und JPEGS anzuschauen, zu wandeln und die Aufnahmen zu verfeinern.
Die Geschwindigkeit ist mit 0,59 s (Hasselblad) und 1,01 s (Leica) gemütlich - was auch auf die grösseren Abmessungen und grösseren Verfahrwege zurückzuführen ist. Steht die Hasselblad beim Auto-Fokus an der Spitze, kann die Leica mit der Zuschaltverzögerung punkten: Die Hasselblad ist nach 7,8 Sekunden betriebsbereit, die Leica nach 1,1 Sekunden. Lösung ohne EndeBeide Konstrukteure haben auf einen Tiefpass-Filter verwiesen, der sich in extremer Bildschärfe und Bildauflösung zeigt, da keine Frequenzblöcke vorhanden sind.
Beide erzielen mit einer Grenzwertauflösung von 2739 (H4D-40) und 2496 LP/BH (S2) über alle ISO-Einstellungen hinweg nahezu das prinzipiell erreichbare Höchstmaß in Bezug auf den entsprechenden Messfühler. Wenn also das S1 etwas hinter der aufgelösten Struktur zurückbleibt, ist es beim Strukturverlust vorne und hat feinere Struktur etwas besser als das H4D-40. Die Rauschwerte sind vergleichbar, aber in der Signaldynamik weist das H4D-40 Spitzenwerte von bis zu 13 und 11,5 Blendenstufen bei ISO 100 und 400 auf, während das S2 bei 9,5 und 8,5 eintrifft.
Die Hasselblad AG gibt die Einführung eines Bonus-Incentive-Plans für Kunden von Hasselblad Kameras und Digitalrückteilen der 4.