Fujifilm Xt2 2016

Frujifilm Xt2 2016

Der Fujifilm X-T2: Der beste DSLM seiner Klasse. 18.09.2016 17:10 von Moritz Wanke. Shopempfehlung für Fujifilm X-T2 Body black. Nutzen Sie auch den X-Pro2 per Firmware-Update ab Oktober 2016. Der FUJIFILM X-T2 wird mit einem X-Trans CMOS III Sensor mit 24,3 Megapixeln, großem OLED-Sucher und schnellem Präzisions-Autofokus geliefert.

Der Fujifilm X-T2: Mein erster Eindrücke

Fujifilm will mit der X-T2, die am gestrigen Tag vorgestellt wurde, der spiegelfreien Systemkameraklasse neue Impulse verleihen. Obwohl die X-T2 keine sehr kleine APS-C Kamera ist, blieb sie mit den dazugehörigen Optiken erfreulich klein. Auf den ersten Blick beeindruckt die Reihe der von Fujifilm mit dem X-T2 eingeführten Innovationen: der hochauflösende elektronische Bildsucher (2,36 Mio. Punkte) mit einer Bildwiederholfrequenz bis zu 100Hz.

Während der X-T1 mit einer Bildauflösung von 16 Megapixeln noch zurückhaltend sein musste, hat der Bildkonverter des X-T2 nun eine wesentlich höhere Bildauflösung von 24 Megapixeln. Der Sockel des Scanners sollte von Sony stammen (und wird im Alpha 6300 verwendet), aber Fujifilm hebt sich mit seiner X-Trans-Farbmatrix vom gewohnten Bayer-Muster ab. Schon auf den ersten Blick zeigt sich die Bild-Qualität der X-T2 erfreulich.

In der vergangenen Handelswoche hatte mir Fujifilm für beinahe zwei Tage einen X-T2 geschenkt. Allerdings kann ich noch keine definitive Aussage über die aufregende Fragestellung machen, wie sie über die Qualität der Bilder denkt: Der Testkörper war ein Vorläufermodell, das laut Fujifilm in Bezug auf die Abbildungsqualität "fast endgültig", aber noch nicht abgeschlossen war.

Weil die Innenwerte des X-T2 jedoch mit dem im Jänner präsentierten X-Pro2 weitestgehend übereinstimmen, ist es unwahrscheinlich, dass die Abbildungsqualität des X-T2 Anlass zu großer Beanstandung gibt. Auf jeden Fall gefielen mir die Bilder mit der X-T2 bereits, mit feindispersen Farbtönen und bei hohem ISO-Wert angenehm wenig Rauschen oder Detailverluste durch Rauschreduzierung.

Bei Fujifilm wird seit jeher ein "analoges" Betriebskonzept mit vielen speziellen Drehreglern anstelle von elektronischen Steuerungen verwendet - der X-T2 bildet da keine Ausnahmen. Der Vorteil ist zweifellos, dass die Konfiguration der Kammer immer möglich ist, ohne sie einzuschalten. Auch wenn die X-T2 nur ein Kilo Gewicht hat (aber ohne Objektiv), hat sie mich extrem robust beeindruckt.

Für mich sehen die Fujifilm-Objektive auch sehr wertvoll und langlebig aus. Obgleich (oder vielleicht nur) weil Fujifilm auf ein traditionelleres Gehäuse-Design zurückgreift, ist das X-T2 perfekt in der Lage, die Hände zu halten. Dass der X-T2 keineswegs eine kompakte Einheit sein will, kann auch dazu einen Beitrag leisten - so ist immer genügend Raum für praktische und sinnvoll gestaltete Steuerelemente vorhanden.

Mit dem optional erhältlichen Batteriehandgriff VPB-XT2 wird nicht nur die Handhabung und Lebensdauer der Batterie optimiert, sondern auch die Leistungsfähigkeit des X-T2 erhöht. Vor allem bei Aufnahmen im Hochformat oder wenn ein starker Tele-Zoom an der X-T2 angebracht ist, wird die Handhabung der X-T2 noch weiter optimiert, wenn sie mit dem optional erhältlichen Batteriehandgriff VPB-XT2 (ca. 330 Euro) ausgestattet ist.

Aber der Batteriehandgriff kann viel mehr als nur das Fahrverhalten optimieren und die Lebensdauer der Batterie auf rund 1000 Schüsse erhöhen - er ergänzt den X-T2 um neue Funktionalitäten. Beim X-T2 verlässt sich Fujifilm ganz auf eine digitale Sucherbilddarstellung - entweder im EVF oder auf dem Rückendisplay. Sie ist zweifellos sehr groß für eine APS-C-Kamera ( "0,77-fache Suchervergrößerung im Verhältnis zu 35 mm") und hat eine hohe Auflösung von 2,36 Mio. Teilpixeln.

Doch der Dynamikbereich war mir zu klein - in dieser Beziehung weiß ich mehr über die elektronischen Bildsucher. Vor allem die Schattenteile sind für meinen geschmacklichen Eindruck im Visier des X-T2 zu dumpf. Aber der Anblick der Bilder zeigte mir rasch, dass die Bilder auch ohne Belichterkorrektur bestens aufbereitet waren.

Weil "mein" X-T2 noch ein Vorläufermodell war, ist es zu wünschen, dass Fujifilm diese kleine Schwachstelle vor Beginn der Serienfertigung noch behebt. An anderer Stelle hat mich der elektronische Bildsucher jedoch vollkommen überzeugt: Er zeigt Bewegungsabläufe ganz fließend, ohne zu zittern oder zu flackern. Grundsätzlich kann die Sucherbilddarstellung mit dem Batteriehandgriff VPB-XT2 weiter verbessert werden.

Ein weiterer Pluspunkt des Boost-Modus: Er verringert die dunkle Phase des Viewfinders zwischen zwei Bildern bei schneller Bildserie. Nichtsdestotrotz hat Fujifilm mit der neuen Fotokamera viel für Action-Fotografen geleistet. Beispiel Autofokus: Der Tracking-AF der XT-2 kann mit den Einstellungen für Tracking-Empfindlichkeit, Beschleunigungserkennung und Flächenpriorität für verschiedene sich bewegende Objekte feinjustiert werden.

Die X-T2 ist nicht nur aufgrund ihrer hohen Serienbildfrequenz einsatzbereit. Es ist jedoch ein wenig bedauerlich, dass die X-T2 nur ein Live -View-Bild mit bis zu 5 fps anzeigt - in dieser Beziehung ist die Alpha 6300 von Sony ihr eine Buglänge voraus. Ein spannendes Thema, das ich sicher wieder aufnehmen werde, sobald mir der X-T2 in einer finalen Fassung zur Verfuegung steht.

Die X-T2 hat im Auto-Fokus keine Schwierigkeiten mit kurzen Zeitabständen. Der X-T2 mit seinem Halbformatsensor erfüllt die meisten Fotoaufgaben genauso gut. Auf jeden Fall ist mir die Fotokamera an den beiden Tagen, an denen ich mit ihr auf Achse war, etwas ans Herz gewachsen und das, obwohl ich von der Präsentation des EFV im Vorgängermodell noch nicht ganz begeistert war.

Allerdings habe ich es gut gefunden, dass die X-T2 mit einer kleinen, aber dünnen festen Brennweite (wie die XF35mmF2 R WR) sehr praktisch und unaufdringlich ist. Wenn Sie mehr Power benötigen oder mehr "Gegengewicht" für lange Telezoome benötigen, kann das X-T2 einfach mit dem Batteriehandgriff VPB-XT2 aufgerüstet werden. Befürworter des 35mm-Formats (zu dem ich mich auch zähle) konnten nun argumentieren, dass es für den Kostenvoranschlag der X-T2 (ca. 1700 Euro) mit der Sony Alpha 7 II bereits ein sehr gutes Spiegel-Los mit 35mm Sensor gibt.

Neben dem großen Aufnehmer hat der X-T2 des Sony viel voraus (Wetterschutz, hohe Serienbildungsrate, bessere Tracking-AF usw.). Mit einer guten APS-C Kamera wie der X-T2 kommt man mit deutlich kompakteren zurecht.