Die Tatsache, dass Sony in der Cybershot RX100 20 Mio. 2,4 µm kleine Bildpunkte verwendet, ergibt eine geringe vorteilhafte Apertur von f3,9. Ab einer Blendenstufe sind meist Diffraktionsverluste zu erkennen, was das Dimmen in der Telefonie nicht sinnvoll erscheint. Schließlich ist der Fokus bei f1.8 bei kurzer Brennweite recht hell und erlaubt das Ausblenden mindestens in einem weiten Winkel ohne Qualitätsverlust.
Das RX100 kostet 650 EUR, wie das Nikon 1 V1 und etwa 170 EUR über dem Canon B12. Wenn Canon sich bei der Ausrüstung der Kamera in die SLR bewegt, bleiben die RX100 in zwei Punkten der kompakten Kamera näher: die Kamera verfügt über einen Bildsucher und einen Zusatzschuh, die RX100 nicht.
Den 3-Zoll-Monitor des RX100 hingegen kann man nur loben: Er hat neben den RGB-Subpixeln auch weisse Pixel, hat eine sehr hohe Auflösung und bietet eine deutliche, gestochen scharfkantige, konsistente und geräuscharme Voransicht. Bei hellem Licht ist das Display zwar vergleichsweise hoch, aber die Fläche könnte etwas besser blendfrei sein. Die RX100 ergänzt den üblichen Funktionsumfang für kompakte Kameras um eine Vielzahl manueller Einstellmöglichkeiten, aber auch um sinnvolle Funktionen wie eine elektrische Libelle.
Zudem gibt es eine Vielzahl von direkten Zugängen - ohne die Canon G12-Ebene zu durchschreiten. Mit Kontrastmessungen am Messkopf funktioniert der 25-Punkt Autofokus sicher und schnell: Bei guter Beleuchtung benötigt der RX100 0,25 s bei weitem Winkel, 0,34 s bei Standard-Brennweite und 0,54 s im Tele-Modus für Fokussierung und Auslöser. Der Sony erreicht im Dauerbetrieb 2,2 fps und bis zu 100 Frames pro Serien.
Das Full -HD-Video besticht durch eine gute Abbildungsqualität und einen Autofocus, der die Bildschärfe beim Filmen präzise und unauffällig nachvollzieht. Aber Sony beherrscht sie gut. Die RX100 ist eine zwischen der Kompakt- und der SLR-Klasse positionierte Maschine, die beide Tests hervorragend bestanden hat. Im Kompaktkamera-Test wird mit maximalem Weitwinkel und Teleskopposition gemessen, im SLR-Test mit 50 KB Äquivalent, wo natürlich das Performance-Maximum des Objektives ist.
Der RX100 erzielt sehr gute DL-Werte bis 1164 LP/BH und verbindet diese mit guter Fahrdynamik und einem relativ ausgeglichenen Verhältniss zwischen Strukturverlust und Schall. Die Grenzwertauflösung von bis zu 1546 LP/BH ist auch für eine solche große Kapazität sehr gut geeignet. Beim Teleobjektiv fällt die Leistung zum Bildrand hin weniger scharf ab als im weiten Winkel.
Insgesamt erzielt der RX100 ein sensationelles Resultat - die Kompaktkameras mit 1/1,7-Zoll-Sensor haben keine Chancen, und selbst Nikons 1 J1 und 1 V1 liegen klar zurück. Mit dem ersten edlen Compact der neuen RX-Linie trifft Sony ins Schwarze. Es gibt keine andere analoge und leichtgewichtige Digitalkamera, die zur Zeit eine ähnliche Qualität hat.
Die RX100 kommt nicht in die Nähe von Spiegelreflex- und System-Kameras mit grösseren Sensorik, kann aber bis zu den mittelgrossen Sensitivitäten gut mithalten - Kauftipp-Bildqualität. Nachdem im oben genannten Test nach System-Kamerastandards hervorragende Ergebnisse erzielt wurden, testete ColorFoto zudem die Abbildungsqualität der Sony RX100 nach kompakten Kamera-Testverfahren. Lesen Sie unseren zweiten Test ("Retested: Sony RX100 in compact camera test procedure"), um herauszufinden, wie es dem RX100 erging.
Die Alpha-Systemkameras Sony A7 und Sony A3R weisen im Test eine hervorragende Abbildungsqualität auf. Das Sony Alpha 7 bietet im RAW-Modus mehr natürliche, klare und scharfe Bilder im Gegensatz zum JPEG-Modus. Das spiegelfreie, 475 Gramm leichte Case von Sony wird mit einem 12-Megapixel-Vollbildsensor ausgestattet.