Die Speisekarte dagegen ist sehr ausführlich (typisch für Olympus), aber auch verwirrend. Die Direktauswahl wurde von Olympus erneuert und weitere wesentliche Einstellmöglichkeiten sind hier aufrufbar. E-P2 ist ein elektronischer Sucher, der im Lieferprogramm der E-P2 enthalten ist, wirklich nobel und von höchster Qualität. Das bullige Erscheinungsbild will überhaupt nicht zum E-P2 punkten, aber seine Optik und innere Wertigkeit sind überzeugend.
Die 800 x 600 Punkte - also 1,44 Mio. Punkte - sorgen für ein kristallklares und schönes Motiv, außerdem kann der Bildsucher um 90 nach oben geschwenkt werden, was einen Winkelfinder erübrigt, jedenfalls für bodennahes Fotografieren im Querformat. Die E-P2 ist die derzeit am besten erhältliche Sucherlösung und übertrifft den ebenso hochauflösenden Panasonic Bildsucher besonders in punkto Farbkontrast, Farbbrillianz und besticht durch ein ruhigeres Erscheinungsbild, da die drei Unterfarben Schwarz, Weiß und Weiß zeitgleich und nicht wie beim Panasonic Bildsucher wiedergegeben werden.
Sie sollten jedoch darauf achten, den Bildsucher nicht zu vernachlässigen; obwohl er recht fest anliegt, hat er keine Mechanik. Echtzeit-Histogramme, 3D-Wasserwaagen, Richtwerte, Belichtungswerte, Menü, Wiedergabedarstellung, Fokus-Lupe, Weißabgleich-Vorschau usw. können dank des LiveViews sowohl auf dem Display als auch im Bildsucher angezeigt werden, was sich im praktischen Einsatz als sehr nützlich herausstellt.
Equipment Ob Sie den Pen E-P2 individuell gestalten oder nur ein wenig "spielen" wollen - es gibt kaum etwas, was nicht funktioniert. Wenn Sie sich lieber auf das Thema als auf die Einstellung fokussieren möchten, brauchen Sie sich nicht einmal das komplizierte Menu anzusehen - schalten Sie dazu lediglich "iAuto" ein und die Kameras suchen nach dem passenden Aufnahmemodus wie Querformat, Hochformat oder Macro.
Zusätzlich zur Gesichtsdetektion verfügt die E-P2 über elf Fokuspunkte, von denen jeder individuell ausgewählt werden kann. Die Autofokusfunktion hat auch eine Trackingfunktion und auch eine Objektverfolgung, d.h. der Focus kann sich an einem Motiv-Detail, wie z.B. einem Vierbeiner, "anbringen" und passt sich dementsprechend an.
Auch wenn die E-P2 etwas langsamer ist als die E-P1, ist eine einzige Minute zu lang Aber der Täter ist rasch identifiziert: das Brillenglas! Der 14-42mm eingestellte Zoom, der durch den Einziehmechanismus beim Transportieren besonders klein ist, und der 17mm Pfannkuchenfokus sind zu schwach.
Wird dagegen der 20mm Pancake oder der 14-42mm von der Firma Pansonic auf die E-P2 aufgesetzt, konzentriert er sich in ca. 0,3 s, was auf dem Level einer Pansonic G1/GH1/GF1 oder einer DSLR der Einstiegsklasse liegt. Es bleibt zu wünschen, dass Olympus einen schnellen Antrieb für die neuen 14-150mm und 9-18mm Objektive installiert.
Wenn Sie den hochauflösenden Bildsucher verwenden, können Sie oft darauf verzichten. In dunklen Räumen ist es zu schwierig, da die E-P2 kein Autofokus-Hilfslicht besitzt und nicht mit dem eines Blitzes arbeiten kann; das Bild des Suchers ist zu schnell für die manuellen Fokussierungen. Bei der E-P2 ist kein Blitzgerät eingebaut.
Man muss also den System-Blitzschuh benutzen, um das Bildmotiv überhaupt zu beleuchten - aber dann muss man auf den Sucher verzichtet haben. Der E-P2 hat einen Stabilisator für alle angeschlossenen Linsen und nimmt Videoaufnahmen auf; hier hat sich gegenüber dem E-P1 nichts verändert, es wird empfohlen, den jeweiligen Test zu lesen (siehe weitere Links).
Die E-P2 wurde zur Prüfung der Abbildungsqualität an das DCTau-Prüflabor gesandt. Auch wenn die Resultate hier auf dem 14-42mm Objektiv basieren, können nicht nur die Meßkurven im einzelnen in den detaillierten Prüfprotokollen betrachtet werden, sondern auch die Resultate mit anderen Linsen wie dem angepaßten 50mm Four Thirds Makro, das auf der E-P2 vollständig funktionsfähig ist, und dem Leica 45mm Makro von Panasonic.
Der Randabfall der eingestellten Linse ist meßbar, aber niedrig und sehr eben, so daß er nicht spürbar ist. Verzerrungen sind ebenfalls präsent, die in einem weiten Winkel von 1,6% zu sehen sind, aber relativ niedrig und akzeptabel. Obwohl der in der E-P2 eingesetzte LiveMOS-Sensor wesentlich grösser ist als der in Kompaktkameras, ist er beispielsweise kleiner als APS-C Sensoren in Spiegelreflexkameras.
Trotzdem ist das Bildrauschen überraschend niedrig, bis ISO 800 kann der E-P2 sehr gut eingesetzt werden, der Verlust an Auflösung ist begrenzt. Dies kann durch die direkte Aufnahme in RAW vermieden werden, was den Bildverarbeitungsaufwand jedoch in der Regel erheblich anhebt. Es gibt keine großen Schwachstellen bei Exposition und Weissabgleich, obwohl die E-P2 in der Regel eine etwas dunklere Exposition bevorzugt.
Deshalb sollten Sie die allgemeine Belichtungseinstellung verwenden, wenn Sie es etwas lichtstärker mögen - Olympus wollte den Ausbruch von Licht aussparen. Schlussfolgerung Wer mit dem Olympus Pen E-P1 noch nicht zufrieden war, sollte mit dem Olympus Pen E-P2 zögern. Man muss mit den etwas verwirrenden Speisekarten eines Olympus auskommen, aber zumindest ist der DeepL-Zugang viel zeitgemäßer geworden.
Ein echter Augenschmaus ist der Sucher, der seinesgleichen suchen muss. Es ist das Bestmögliche auf dem Weltmarkt und übertrifft die 800 x 600 Bildpunkte Auflösung des G1 / GH1/G2 von Pansonic in puncto Helligkeit und Brillianz. Leider hat Olympus (bisher) die längsten Autofokus-Objektive gebaut, aber mit einem Objektiv von Panasonic muss sich die E-P2 nicht hinter einer Kamera von Micro-Four-Third oder hinter Einstiegs-DSLRs aller Fabrikate verbergen.