Besonders im Digitalkamerabereich sind die Bildübergänge weich; einige Modelle können auch kurze Videosequenzen aufnehmen und die meisten Videokameras können Einzelbilder aufnehmen. Eine Kamera hat als Bildsystem eine kombinierte Optik und Blendenöffnung, deren Entfernung zum Bild verändert werden kann. Die Linse ist ein Linsensystem, das wie eine konvergierende Linse funktioniert.
Zwei Parameter sind für das Fotoobjektiv entscheidend: Die Objektivbrennweite f, die den Blendenwinkel während der Aufnahmen vorgibt. Lichtintensität L der Linse. Er gibt an, wie viel Helligkeit das Glas auf dem Bildschirm hinterlässt, wenn die Iris vollständig geöffnet ist. Ein typischer Hinweis für die Lichtintensität L = d/f (d: Objektivdurchmesser der Frontlinse) ist z.B. L = 1: 2,0. Für ein Objekt mit f = 60 Millimeter bedeutet dies, dass die Eingabelinse einen Objektivdurchmesser von 30 Millimeter hat.
Dadurch kommt weniger Lichteinfall in die Linse, die Anlage ist weniger empfindlich, aber in der Regel günstiger. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Menge des Lichts, das der betreffende Kinofilm bei der Aufzeichnung empfängt, zu beeinflussen: Mit Spiegelreflexkameras wird das durch die Linse einfallende Sonnenlicht durch einen Umlenkspiegel und ein Spiegelprisma vor und nach der Kamera zum Bildsucher gelenkt.
Dies hat den großen Vorteil, dass man im Bildsucher fast genauso gut das Sehfeld erkennen kann, das beim Fotografieren auf dem Bild zu erkennen ist. Das Sucherobjektiv der Sucherkameras ist ausgekoppelt. Besonders bei Großaufnahmen stimmt das Sucherbild möglicherweise nicht ganz mit dem überein, was Sie auf dem Video vorfinden werden.
Die Camera obscura "dark chamber" gibt dem gesamten Genre der Kamera ihren Namen. Er hatte noch nicht den Chemiefilm für die Bildaufnahme und hatte zunächst nur ein kleines Bohrloch statt eines Brillenglases. Mit der technischen Weiterentwicklung der hier beschriebenen Kamera ging die Fotogeschichte einher. Die ersten für die Photographie konzipierten Fotoapparate waren hölzerne Camera Obscura, die als Einzelanfertigungen von Louis Daguerre (Daguerreotypie), seinem Schwäger und ab 1839 von der Fa. Susse Frères,[1] aber auch von verschiedenen Augenoptikern angefertigt wurden.
Geschichtlich basiert die Kameraentwicklung auf dem Wissen um den Sonderfall der Parallelisierung von Film (F), Linse (O) und dementsprechend auch Fokusebene (S), die heute noch als normale Kamera angesehen wird. Zuerst wurde die Kamera (z.B. Faltenbalg) nur zur Abstandsregelung eingesetzt. Voigtländer führte 1841 die erste Ganzmetallkamera ein; nach 1839 entwarf Carl August von Steinheil das erste nach physikalischem Prinzip kalkulierte Objekt.
Diese wurde 1840 von Josef Petzval weiterentwickelt, der das Petzval-Objektiv entwarf; es war das erste schnelle Glas überhaupt: es hatte eine Lichtintensität von 1:3,7, 16 mal mehr Licht als das von Daguerres Kamera. Friedrich Wilhelm Enzmann wird als Gründer der Kameraproduktion in Deutschland angesehen, der seine Erzeugnisse bereits 1839 im Dresdener Annzeiger bewarb.
Eine Kamera hat drei Grundkomponenten: Objektive fokussieren das Bild und projizieren es auf eine Bildfläche; dies ist normalerweise ein Objekt, aber Lochkameras verwenden nur eine kleine Aussparung in der Front des Gehäuses. Über eine konkrete Bauart hinaus funktioniert die "allgemeine Kamera" (kurz: AF) wie folgt:
Das Basissystem der allgemeinen Kamera besteht aus drei Schichten, der (F) Filmebene, der (O) Objektivebene und der (S) Fokusebene. Im AF sind die beiden Kamerastufen A und B lichtundurchlässig, drehbar und austauschbar. An diesem Kreuzungspunkt entsteht die Fläche S und läuft über den Fokuspunkt des Objektives auf der Linsenachse (nicht rechtwinklig zur Fokusebene S).
Liegt der Schnitt der beiden Bildebenen endlos weit von der Kamera weg (AF), dann tritt der Spezialfall auf, der alle drei Bildebenen nebeneinander ausgerichtet (heutige und geschichtliche "normale Kamera"). Damit der AF maschinell möglich ist, ist es notwendig, die Werte für die beiden Achsen der Kamera so zu setzen, dass eine Gerade aus dem Schnitt der beiden Kameraflächen erzeugt wird, ähnlich einem Gelenk (z.B. durch gemeinsames horizontales oder vertikales Ausrichten der Kamerastandards, in denen Film- und Objektivebenen aufgehängt sind).
Der Brennpunkt S ergibt sich aus der exakten Abbildung eines Punkts im Objekt durch das Glas auf einen Bildpunkt in der Bildebene. Von der Linse aus betrachtet, wird in der Kamera ein Strahlkegel erzeugt, dessen Ende auf den eigentlichen Filmmaterial auftrifft. Die Blendenöffnung im Glas, die den Lichtdurchgang durch das Glas regelt, legt die Grösse der Streukreise fest:
Durch die geringere Blende entstehen Strahlkegel mit kleinen Kurvenradien und schärferen Winkel, die auf den Träger auftreffen. Das Fokussiergehäuse ist ein keilförmiger AF; es startet in der Fokusebene(!) nur im Bereich der Kameraausdehnung (Abstand F bis O) achsparallel zur Bildebene (unter dem Objektiv).
Den Fokussierkeil definieren in seinem Querschnitt (Seitenansicht) die Werte für Punkt Null (in der Skizze: unter dem Objektiv), Punkt N und Punkt F des Fokus auf der Linsenachse; N und F resultieren aus der nominalen Abstandseinstellung der Fokusebene S und der ermittelten Objektivbrennweite.
Auch N und N ( "Nah- und Fernpunkt") resultieren aus der Erkenntnis des Objektives und der nahezu exakt zentrierten Fokusebene S; N und N können daher durch Berechnung bestimmt werden (z.B. über die Dialogtabelle von Striewisch/Kluge; siehe unten). Anhand der Werte für N, S und S, dem Nullpunktabstand zur Linsenachse (D) und der normierten Menge N ( "Streukreis pro Filmformat") soll der Winkel berechnet werden (zusätzlich N, S, L z.B. get from Striewisch/Kluge = Schärfentiefenrechner (Memento von 16).
Wenn man den Schärfkeil in zwei Teilen denkt, einmal vor und einmal hinter der Brennebene, kann es zu leicht abweichenden Winkeln kommen. Der Keilwinkel vor der Brennebene vom nahen Punkt zum Fokus ist ungefähr: D = Abstand der Linsenachse zum Anfang des Keiles; S = Fokuseinstellung auf der Linsenachse; A = Kameraverlängerung; N = Nähe punkt der ermittelten Brennpunktlänge auf der Linsenachse.
Bei sehr dichtem Abstandsausgleich vor der Kamera ist der Weg auf der Linsenachse vom nahen Punkt des Fokusbereichs zur Fokusebene etwa so groß wie der Weg von der Fokusebene zum fernen Punkt, wodurch sich die Bedingungen mit dem eingestelltem Weg über einen längeren Zeitraum verändern - der Weg der Fokusebene zum fernen Punkt nimmt dann gegenüber dem Weg zum nahen Punkt zu.
Von derselben Stelle, auf derselben Bildachse, ziehen sie alle das selbe Abbild des Motivs, d.h. die selben Bereiche und Blickwinkel auf unterschiedliche Bildausschnitte - wie bei einem Zoom-Objektiv, bei dem unterschiedliche Objektivbrennweiten nahtlos ineinandergreifen. Normale Linsen haben in etwa die Diagonale als Objektivbrennweite. Bei Objektiven mit einem größeren Blickwinkel (Weitwinkelobjektiv) wird mehr vom Objekt kleiner aufgenommen.
Bei Objektiven mit einem kleineren Blickwinkel (Fernobjektiv) wird weniger vom Objekt aufgenommen. Dementsprechend werden die Distraktionskreise der letztgenannten erhöht und der Fokusbereich wird kleiner (insbesondere bei Makroaufnahmen). Weitwinkelobjektive - mit geringem Blickwinkel - heben sich von Tele-Objektiven dadurch ab, dass diese ein Vergrösserungssystem (Telekonverter) innerhalb des Objektivsystems besitzen und somit eine kürzere Länge als ihre Objektivbrennweite haben.
In der unendlichen Einstellung (?) eines in seinen Flächen bewegten AF ist der Nennabstand von O bis B gleich der Objektivbrennweite. Bei Tele-Objektiven ist dieses Maß für die Befestigung von Ferngläsern kleiner und bei einigen Weitwinkelobjektiven etwa größer als die Objektivbrennweite. Für die Fokussierung näher am Objekt als unbegrenzt sind größere Aufnahmen von der Kamera erforderlich (für den 1:1-Maßstab ist die Doppelbrennweite erforderlich).
Beim Fotografieren mit dem selben Abbildungsmaßstab kann in der Realität davon ausgegangen werden, dass alle Objektive mit der selben Blende (und dem selben Bildformat) bis zur Bildgröße 1:1 annähernd den selben Fokusbereich haben; dies trifft nicht mehr auf größere Maßstäbe im Makrobereich zu. SLR-Kamera - eine mit Spiegel ausgestattete Kamera, die das vom Objekt aufgenommene Objekt in den Zielsucher führt.
Sichtkamera - eine Kamera bestehend aus einem biegsamen Balggehäuse, dem Bildrückteil mit Fokussierblende, dem Objektivstandard und einer Optikbank oder einem beweglichen Boden (oft eine Großformatkamera). Pinhole-Kamera - eine Kamera, die keine Objektive benutzt (siehe auch Camera Obscura und Laterna Magica). Die Aufnahme kann auf einem Sensor oder einer Folie erfolgen.
Polaroid-Rückteile gab es für größere Aufnahmesysteme (Rollfilmkameras und Sichtkameras), heute gibt es Digitalrückteile als Digiback. Das Aufzeichnungsmedium wird auch zur Unterscheidung zwischen Fotoapparaten mit chemischen Aufzeichnungsmedien ("Analogkamera" mit Fotofilm und Sofortbildkamera) und elektronischen Aufzeichnungsmedien (Digitalkamera, Standbildkamera) verwendet. Wenn eine Kamera in der Lage ist, den Fokus selbst mit einer Aktiv- oder Passivmethode zu justieren, nennt man das eine Autofokus-Kamera.
Die Kamera kann in allen Situationen eine Spiegelreflex- oder Sucherkamera sein. Darüber hinaus gibt es diverse Sonderkameras für spezielle Anwendungen, z.B. Hochgeschwindigkeitskameras, Messkameras, Panoramakameras, Stereokameras, topographische Fotoapparate, Sicherheitskameras, Unterwasserkameras, Wärmebildkameras, Infrarotkameras und Zweizimmerkameras. Ein weiterer spezieller Kameratyp ist die Astronomie. Die historischen Fotoapparate können auch nach Aufzeichnungsformat, optischem Aufbau oder Filmart klassifiziert und benannt werden.
Die Kamera. Lars Hennings, Fotoschule Großformat - Einleitung in die traditionellen Fotografien und in die Balgenkamera, mit Hinweise zum Mittlerformat und zur Anmeldung zur Entstehung von Bildern und zur Phototheorie, Download s. u. From this book comes the above explained "general camera". Kadlubek: Der Kamerakatalog von Kadlubek.
Ausgabe Photo-Deal, Neuss 2000, ISBN 3-89506-195-6. Hochspringen Eine Anzeige der Fa. Susse Frères, in der eine Kamera nach dem Daguerre Verfahren beworben wurde, erscheint am 17. August 1839 in der franz. Zeitung La Quotidienne, noch bevor das Giroux-Gerät entwickelt wurde.