Fotoapparat Linse

Kamera-Objektiv

Die Kamera ist auch ein Linsensystem. Das Licht fällt durch das Objektiv (genauer gesagt das Linsensystem) in die Kamera. Kamera In der nachfolgenden Abbildung sehen Sie die wesentlichen Komponenten einer Kamera (hier insbesondere die Spiegelreflexkamera). An dieser Stelle wird nicht der Bau des Objektives aus Einzelobjektiven diskutiert, sondern der Effekt der Objektivbrennweite auf den Sichtwinkel. Die folgende Abbildung veranschaulicht zunächst den Effekt der Objektivbrennweite auf die Abbildungsgröße eines Objekts.

Wenn das mit dem Weitwinkel-Objektiv gemachte Objekt nur auf einen Kleinbild-Film (24mm x 36mm) passen würde, hätte das mit dem normalen oder Tele-Objektiv gestaltete Motiv nicht mehr Raum auf dem Kleinbild-Film. Mit diesen Linsen erhält man also nur einen Teil des Objekts auf dem Kleinformat.

In der obigen Abbildung ist die Größe B im Verhältnis zur Bildbrennweite f. Das sieht man auch an der Breite des Bildes. Mit Verdopplung (Verdreifachung, .....) der Brenndauer Vervierfachung (Neunfach,.....) der Leuchtfläche. Weil nur eine gewisse "Lichtmenge" durch das Glas mit einem festen Linsendurchmesser d fließt, wird jede Einheit der Bildfläche in der Bildebene weniger beleuchtet: Wird die Brenndauer verdoppelt (verdreifacht,.........), bekommt eine Einheit der Bildfläche ein Viertel der " Menge des Lichts " wie bei einer einzelnen Brenndauer.

Deshalb muss die Aufnahmezeit T für den Test vervierfacht werden (neunfach, ....). Allerdings richtet sich die Bestrahlungszeit nicht nur nach der Objektivbrennweite, sondern auch nach dem Bereich der vorderen Linse, durch den das Streulicht in das Glas eindringen kann. Wird die vordere Linsenfläche doppelt so groß (verdreifacht, .....), so wird die Menge an Helligkeit pro Einheitsfläche auf der Bildebene doppelt so groß (verdreifacht,....).

Damit kann die Bestrahlungszeit halbiert werden (Drittel, .... .). Die Werte für die Blende sind, wie Sie im Gegensatz zur nebenstehenden Linse sehen können, die Blendenwerte. Beispielsweise führt eine Änderung der Blende von 5,6 auf 8 zu einer Reduzierung des Blendendurchmessers bei gleichbleibender Objektivbrennweite (siehe auch Abbildung unten).

Weil bei diesem Prozess die Belichtungsdauer von 32 auf 64 erhöht wird, muss auch die Belichtungsdauer wegen (3) erhöht werden, wenn die selbe Menge an Licht auf den Filter fällt. Wenn Sie von einer Blende zur nächsten Blendenstufe wechseln, müssen Sie die Belichtungsdauer auf das Doppelte erhöhen. An der Stelle des vom Glas gestalteten Realbildes ist eine Folie mit einer lichtempfindlichen Lage (bei Schwarz-Weiß-Filmen ist dies eine Brom-Silber-Gelatine).

Abhängig von der Stärke des einfallenden Lichtes werden im Verlauf des Films mehr oder weniger starke Chemikalienreaktionen induziert. Das Ergebnis ist ein nicht sichtbares, aber entwicklungsfähiges Abbild des Objekts, das so genannte Latentbild. Bei Normaltemperaturen ist dieses Foto beständig. In der " Chemiefotografie " fungiert der Film somit als Sensor und Speicher. In den Fotolabors wird der Lack durch eine Serie von Chemikalien aufbereitet.

Abschließend können aus dem entstandenen Filmmaterial durch Belichtung von Fotopapier Aufnahmen gemacht werden. Es handelt sich um ein Elektronikbauteil, dessen lichtempfindlicher Bereich in der Regel kleiner ist als der Bildbereich eines konventionellen Films.